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Interview: Deutsche Spieleentwickler im Ausland chancenlos?

Golem.de: Sie fordern unter anderem die finanzielle Unterstützung seitens der Politik, wie sie kürzlich etwa in Frankreich angekündigt wurde. Gibt es in Deutschland bereits Gespräche zwischen Regierungsvertretern und der Spielebranche? Und wenn ja, wie weit wird seitens der Politik bisher Entgegenkommen signalisiert?

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Limpach: Es gab ein Zusammentreffen auf allerhöchster Ebene. Zum Thema Jugendschutz haben Branchenvertreter am "Runden Tisch" im Bundeskanzleramt diskutiert. Jugendschutz ist uns natürlich äußerst wichtig, wie wir mit der USK bewiesen haben. Das hat der Gesetzgeber ja auch schließlich gewürdigt. Dieses Engagement seitens der Politik würden wir uns auch wünschen, wenn es um die Themen Technologietransfer und Arbeitsmarkt geht. Frankreich machte jüngst von sich reden, da die Politik mit Ausschreibungen unabhängige Spielestudios fördert, damit diese ihre Spielideen vorfinanzieren können, bis sie Publisher für ihr Projekt finden. Auch der Besuch von Viviane Reding, EU-Kommissarin für Bildung und Kultur, in unserem Studio in Paris muss hier genannt werden. Frau Reding war fasziniert von der Komplexität einer Spieleproduktion. Sie betonte, dass Spiele Kulturgüter sind und wir uns als Europäer fragen müssen, ob wir Spielinhalte stets nur importieren oder auch selbst schaffen wollen. Durch solche Begegnungen von Politik und Industrie werden Berührungsängste abgebaut.

Unsere Branche braucht solche öffentlichkeitswirksamen Aktionen in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen und Ebenen. Unserem Branchenverband, dem VUD, wird hier in Zukunft eine große Bedeutung zukommen. Ein Verband ist natürlich nur so stark wie ihn seine Mitglieder machen. Aber, dass Deutschland nicht den Anschluss verlieren darf, ist natürlich auch unseren Mitbewerbern klar.

Golem.de: Bisher schaffen es nur sehr wenige Produktionen aus Deutschland, auch auf internationalem Parkett erfolgreich zu sein. Was denken Sie sind die Gründe hierfür?

Limpach: Schauen wir mal auf einen anderen Bereich der Unterhaltung: Das europäische Kino spielt in Nordamerika beispielsweise eine untergeordnete Rolle. Eine kleine Zielgruppe begeistert sich in den USA vielleicht für den anspruchsvollen europäischen Film, aber Blockbuster "Made in Europe" werden stets von Hollywood neu verfilmt. Denn nur dann stimmt der Look und die Machart für den US-Kinogänger. Genau, das ist auch auf Unterhaltungssoftware übertragbar. Spielen aus Deutschland wird im Ausland nachgesagt, einfach "deutsch" auszusehen. Deutsche Produktionen besetzen meistens Genres, wie Aufbaustrategiespiele, die hier zu Lande äußerst populär, aber im Ausland nicht die Nummer 1 sind. Die Spielideen bzw. Gamedesigns aus Deutschland berücksichtigen viel zu wenig ausländische Geschmäcker. Ein Beispiel: In amerikanischen Strategiespielen kann der Spieler grundsätzlich auch Dinge ausprobieren, die für den Spielerfolg wenig Sinn machen. Er ist in seinem Tun innerhalb der Spielwelt frei.

Deutsche Produktionen setzen dagegen auf sinnhaftes Handeln und begrenzen die Möglichkeiten des Spielers. Dies ist für ausländische Spieler so, als ob in deutschen Games unsichtbare Regeln existieren, die sie nicht verstehen. Deutsche Spiele sind manchmal mit einem zähen Einstieg ins Spielgeschehen verbunden, ausländische Spielkonzepte sind dagegen vielmals selbsterklärend: Hier stehen deutsche Einstiegsbarrieren dem "Plug & Play"-Prinzip gegenüber. Eine Rolle spielt sicher auch, dass die Positionen des Producers und Gamedesigners in deutschen Studios entweder gar nicht besetzt oder anders interpretiert wurden. Weitere Gründe: Ähnlich wie der US-Film auf technisch hochwertige und teure Produktionen im Film und bei Spielen setzt, sind deutsche Produktionsbudgets in der Regel geringer und begrenzen dann leider auch die technischen Möglichkeiten.

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Steffen Reinke 01. Feb 2004

Wie es im Ausland ausschaut, kann ich im moment schlecht beurteilen. Ich würde aber eher...

Azrael 26. Jan 2004

Der witz war: beim 2. versuch war da WIRKLICH ein 3-köpfiger affe... Und alels wegen dem...

Azrael 26. Jan 2004

Der Clou in 3D gibts doch, nennt sich der clou 2. hab ich sogar hier stehen... aber 1 war...

HAL9000 08. Sep 2003

Finanzielle/wirtschaftliche Unterstützung durch den Staat - na klar, wieso nicht?! Am...

M.U.L.E 08. Sep 2003

Das kommt davon, daß Spieleschmieden wie Ascaron trotz lächerlicher Produkt doch immer...


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