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Interview: Deutsche Spieleentwickler im Ausland chancenlos?

Golem.de: Ubi Soft hat eines seiner großen Entwicklungsstudios in Montreal/Kanada. Was sind die Gründe dafür, dass man sich dort angesiedelt hat? Erfährt man dort Unterstützung, die es in dieser Form etwa in Deutschland nicht gibt?

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Limpach: Generell ist das Zusammenspiel zwischen Stadt, Staat und Unternehmen in Montreal sehr gut. Vor der Ansiedlung in Kanada fanden Treffen auf höchster Ebene statt. Letztendlich hat sich Kanada um unsere Branche sehr bemüht. Flexibilität und Bürokratieabbau wurden hierfür vorgelebt und waren für uns als Unternehmen direkt erfahrbar. Hier zu Lande wird darüber bislang nur diskutiert. Neben der aktiven Förderung auf kommunaler und staatlicher Ebene kann aus anderen Technologiebranchen und Universitäten leicht auf qualifizierte Mitarbeiter zurückgegriffen werden. Montreal bietet außerdem neben niedrigen Lebenshaltungskosten und einem reichen Kultur- und Freizeitangebot den Vorteil der Zweisprachigkeit an, was Kommunikationsprobleme extrem minimiert. Gleichzeitig ist man aber dem wichtigen Markt USA ganz nahe.

Andere Gründe liegen natürlich auch in den berühmten "Wettbewerbsnachteilen", die auch ganz andere Branchen beeinflussen und über die man zurzeit tagtäglich in den Zeitungen liest. Risikokapital und Investionen fließen nun einmal in Länder, die über hervorragend ausgebildete Mitarbeiter verfügen und in denen gleichzeitig die Steuerlast und Lohnnebenkosten gering sind. Speziell für unsere Branche kommt dann noch hinzu, dass in diesen Ländern ein Vorsprung durch eine gewisse Videospielkultur und -tradition existiert, in der unsere Industrie wie selbstverständlich Kontakte zu Colleges und Universitäten unterhält, hier Personal rekrutiert und entsprechend gesellschaftlich akzeptiert wird.

Die deutsche Politik ist dagegen etwas schwerfällig: Ein Programm, das 10.000 so genannte "GreenCard-Inder" für die IT-Industrie bewilligt, von denen dann nur ein Bruchteil kommt, ist tagelang in allen Medien präsent und wird öffentlich diskutiert. Dass unsere Industrie aber auf höchstem technischen Niveau Programmierer, Grafikdesigner und Internetspezialisten einsetzt, hat sich weder bei der Regierung noch bei potenziellen Bewerbern rumgesprochen. Natürlich können wir in unserem deutschen Studio nicht von jetzt auf gleich hunderte Stellen schaffen. Aber als internationaler Publisher können wir interessante Spielideen aus Deutschland finanzieren, vermarkten und weltweit distribuieren, wie z.B. Far Cry. Also erhöht jede Hilfe aus dem öffentlich-rechtlichen Sektor für unabhängige Spieleschmieden sofort die Chance, Arbeitsplätze zu sichern und - wenn dort ein potenzieller Spielehit entsteht - neue Arbeitsplätze zu schaffen.

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Steffen Reinke 01. Feb 2004

Wie es im Ausland ausschaut, kann ich im moment schlecht beurteilen. Ich würde aber eher...

Azrael 26. Jan 2004

Der witz war: beim 2. versuch war da WIRKLICH ein 3-köpfiger affe... Und alels wegen dem...

Azrael 26. Jan 2004

Der Clou in 3D gibts doch, nennt sich der clou 2. hab ich sogar hier stehen... aber 1 war...

HAL9000 08. Sep 2003

Finanzielle/wirtschaftliche Unterstützung durch den Staat - na klar, wieso nicht?! Am...

M.U.L.E 08. Sep 2003

Das kommt davon, daß Spieleschmieden wie Ascaron trotz lächerlicher Produkt doch immer...


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