Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Universal senkt CD-Preise, um Musik-Downloads zu stoppen

Preisreduzierungen in den USA angekündigt. Was viele Musik-Fans immer wieder gefordert haben, wird jetzt von der Universal Music Group tatsächlich in die Tat umgesetzt: Ab dem vierten Quartal 2003 will man – zunächst allerdings nur in den USA – die Endverkaufspreise von CDs drastisch senken.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Während der empfohlene Verkaufspreis von CDs in den USA derzeit zwischen 16,98 und 18,98 US-Dollar liegt, soll er ab dem 1. Oktober 2003 einheitlich nur noch 12,98 US-Dollar betragen. Da Universal weltweiter Marktführer in der Musikindustrie ist, wirkt sich die Preissenkung auf zahlreiche CDs aus – unter anderem werden so die Tonträger aktueller Künstler wie Blink 182, Bon Jovi, Mariah Carey, Sheryl Crow, Eminem und 50 Cent, aber auch Klassiker von ABBA, Louis Armstrong, James Brown und Eric Clapton billiger angeboten.

Mit der Preissenkung will Universal die Kunden zurück in die Läden holen und das für die Musikindustrie verheerende Download-Problem eindämmen. "Die Universal Music Group ist für etwa 30 Prozent aller Plattenverkäufe in den USA verantwortlich, so dass wir perfekt positioniert sind, um diese neue Strategie auszuprobieren. Wir glauben fest daran, dass, wenn die Preise so drastisch gesenkt werden, die Kunden wieder in die Läden kommen und die Umsätze der Musik-Branche so wieder steigen.

Ob und wann die Preissenkungen in den USA auch Auswirkungen auf den europäischen Markt haben werden, steht derzeit noch nicht fest.


Relevante Themen