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Studie: TV-Markt steht vor Digitalisierungsschub

Experten erwarten zunehmende Verbreitung interaktiver Applikationen ab 2005

Der Dmmv und thebrainbehind haben eine Studie über den Stand der Dinge im deutschen iTV-Markt veröffentlicht. Neben einem Digitalisierungsschub im kommenden Jahr (2004) deuten die zentralen Resultate der Studie vor allem auf eine zunehmende Verbreitung interaktiver Applikationen innerhalb der kommenden zwei Jahre hin.

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Nach einer langen Anlaufphase, in der sich Hardwarehersteller und Fernsehsender auf einen gemeinsamen Standard (MHP) geeinigt haben, seien gute Voraussetzungen für den Marktstart interaktiver Anwendungen im TV-Markt geschaffen worden, so die Studienautoren. "Die aktuelle Situation ist vergleichbar mit der Situation des Internets anno 1993. Die technischen Grundlagen sind gegeben. Mit einer breiten Nutzung durch die Bevölkerung ist demzufolge aber auch erst zum Ende des Jahrzehnts zu rechnen", so Dmmv-Geschäftsführer Alexander Felsenberg. "Entscheidend für die weitere Entwicklung im iTV-Markt werden vor allem die Inhalte- und Service-Angebote sein".

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Insgesamt weisen die Resultate der Studie auf einen Durchbruch von MHP-fähigen Geräten innerhalb der nächsten 18 Monate hin. Zunächst werden dabei allerdings vor allem Übergangslösungen wie günstige, leistungsbeschränkte Set-Top-Boxen für eine Verbreitung des digitalen Fernsehempfangs sorgen. In jedem Fall sollen MHP-fähige Geräte in absehbarer Zeit die Umsetzung unterschiedlicher Geschäftsmodelle ermöglichen.

Allerdings bleibe die Marktentwicklung von einigen wichtigen Entscheidungen abhängig. Becker betont dabei besonders die Rolle der Digitalisierungsstrategie bei der Kabel Deutschland GmbH und die dringend nötigen Marketinganstrengungen um Zuschauer und zur internen, branchenweiten Durchsetzung von MHP als offenem Middleware-Standard. In beiden Bereichen sei mehr Engagement und Überzeugungskraft nötig. "Auch wenn die Frage nach der Geschwindigkeit der weiteren Digitalisierung und dem Roll-out von digitalen Set-Top-Boxen noch nicht entschieden ist, prognostizieren wir eine endgültige Weichenstellung in diesen Bereichen im Lauf des Jahres 2004", so Becker weiter.

Die vorgelegte Studie enthält auch Fragen nach den wichtigsten Kristallisationspunkten für neue iTV-Geschäftsmodelle. Neben der günstigen MHP-fähigen Set-Top-Box wird dabei der Fokus auf die Integration "Elektronischer Programmführer" (EPG) mit dem Personal Video Recorder (PVR), die Gewinnung umfassender Nutzerprofile, die Etablierung neuer Vertriebsmodelle und das Leitbild des iTV-Portals gerichtet.

Die vollständige Studie umfasst rund 120 Seiten und 70 Abbildungen und kann vom Dmmv angefordert werden. Sie kostet als Printausgabe 129,- Euro und als pdf-Version 99,- Euro. Dmmv-Mitglieder erhalten einen Preisnachlass in Höhe von 20,- Euro.

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