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Cairo: Vektor-basiertes Rendering für X-Window

Roadmap für Xouvert liegt vor – Erstes Release für Oktober geplant. Keith Packard und Carl Worth arbeiten mit Cairo an einem Vektor-basierten Rendering-API für das X-Window-System. Das vormals unter dem Namen Xr bekannte Cairo soll ein qualitativ hochwertiges Rendering-Interface für alle Ausgabebereiche von Applikationen bieten, von Labels über Schattierungen auf Buttons bis hin zu zentralen Funktionen zur Bildbearbeitung. Zudem nimmt das Xouvert, das die Weiterentwicklung von Xfree86 beschleunigen will, konkrete Formen an.
/ Jens Ihlenfeld
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Cairo unterstützt das Imaging-Modell von PDF 1.4 und soll eine identische Ausgabe zum Beispiel auf Displays, Druckern oder lokalen Image-Puffern erlauben. Dabei wird ein einheitliches API bereitgestellt, unabhängig vom Ausgabemedium. Dieses unterstützt unter anderem das Zeichnen von Linien, das Füllen von Bézier-Kurven und Transformationen, ermöglicht aber auch die Zusammenstellung von durchsichtigen Grafiken ("translucent") und Schrift-Rendering mit Kantenglättung.

Derzeit stellt Cairo ein geräteunabhängiges API zur Verfügung, auf dem X-Applikationen aufsetzen können. Cairo nutzt dabei die X Render Extension, setzt sie aber nicht voraus. Die Entwickler versprechen auf der einen Seite eine deutlich verbesserte Ausgabequalität, da durch die Verwendung von Vektor-Grafiken pixelige Kanten verringert werden.

Das ebenfalls von Keith Packard initiierte Projekt Xouvert , das als experimenteller Xfree86-Ableger die Entwicklung des freien X-Servers beschleunigen soll, hat derweil eine konkrete Roadmap vorgelegt. Demnach soll bereits am 1. Oktober ein erstes Xouvert-Release erscheinen, das auf den extrahierten X-Server-Quellen aus dem Xfree86-CVS-Repository aufsetzt. Zusammen mit aktuellen Grafikkarten-Treibern und Bugfixes soll der X-Server als eigenständige Applikation laufen und so parallel zur XFree86 eingesetzt werden können. Zudem hofft man, bis zum Release Arbeiten in den Bereichen DRI und Utah-glx integrieren zu können.

Am 1. April 2004 soll dann ein zweites Xouvert-Release mit einer stärker modularisierten X-Server-Architektur erscheinen. Zudem soll dann auch die geplante neue Release-Infrastruktur in Betrieb sein, über die täglich Binär-Snapshots in Form von Paketen (RPM, Debian und tar.gz) zur Verfügung gestellt werden sollen.


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