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Spieler rebellieren gegen Activision wegen Shooter-Demo

Demo von "Call of Duty" Auslöser des Streits. Damit hatten die Verantwortlichen von Activision wohl nicht gerechnet: Nachdem bekannt wurde, dass der amerikanische Publisher die Demo-Version des Shooters Call of Duty zunächst exklusiv nur für Abonnenten des Online-Magazins FilePlanet anbieten würde, setzte ein Sturm der Entrüstung unter anderen Spiele-Magazinen und deren Lesern ein. Die Redaktion von Shacknews.com veröffentlichte einen offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) , der von zahlreichen weiteren Publikationen unterschrieben wurde und Activision darüber informiert, dass diese Magazine auch nach Ablauf der Exklusivitäts-Phase kein Interesse daran hätten, die Demo zu veröffentlichen.
/ Thorsten Wiesner
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Exklusive Demo-Versionen sind in der Spiele-Welt nichts wirklich Neues – wer etwa den Print-Markt für PC-Spielemagazine kennt weiß, dass sich viele Zeitschriften oftmals damit brüsten können, eine Test-Version auf der Heft-CD anzubieten, die anderen Magazinen nicht zur Verfügung steht. Im Online-Bereich ist ein derartiges Vorgehen aber eher ungewöhnlich, zumeist wird eine Demo hier sofort bei Veröffentlichung von mehreren Magazinen angeboten. Kein Wunder also, dass sich dem Protest von Shacknews renommierte Magazine wie Gamer's Hell, Tiscali Games oder Blue's News sofort anschlossen und auch unzählige Leser in den Protest-Kanon einstimmten.

Dem Druck der Spiele-Magazine konnte sich Activision allerdings nicht allzu lange widersetzen – schon kurz nach der Veröffentlichung des Protestschreibens gab man bekannt, die Demo nun voraussichtlich ab dem 29. August 2003 doch allen Magazinen zur Verfügung stellen zu wollen. In absehbarer Zeit werden es sich Publisher dank dieser erfolgreichen Protest-Aktion wohl sehr gut überlegen müssen, inwieweit sie Exklusiv-Verträge über Demo-Versionen abschließen können.


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