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EX-Z4: Casio bohrt die Exilim auf 4 Megapixel auf

Erfolgsmodell bis auf das CCD mit wenigen Neuerungen. Die gerade erst als European Digital Mini Camera of the Year 2003-2004 von der EISA ausgezeichnete Casio EX-Z3 erhält einen großen Bruder: Die EX-Z4 hat nun nicht mehr drei, sondern vier Megapixel an Bord.
/ Andreas Donath
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Wie gehabt besitzt die Kamera ein optisches 3fach-Zoom von Pentax mit einer Brennweite von ca. 35 mm bis 105 mm (umgerechnet auf eine 35-mm-Kleinbildkamera) bei F2,6 bis F4,3. Darüber hinaus setzt noch ein 4fach vergrößerndes Digital-Zoom ein. Das Objektiv wird beim Ausschalten eingezogen und durch eine Klappe vor Beschädigungen geschützt.

Das schon in der Vorgängerin eingesetzte 2 Zoll große LCD hat eine Auflösung von 84.960 Pixeln. Dazu gesellt sich ein optischer Sucher. Die Kamera soll in unter einer Sekunde nach dem Einschalten betriebsbereit sein und eine Auslöseverzögerung von nur 0,01 Sekunden aufweisen.

Die Kamera verfügt über einen Autofokus und kann wahlweise auch manuell scharf gestellt werden. Der Makrobereich beginnt ab 6 cm Motivabstand. Die EX-Z4 arbeitet mit einer Programm-Belichtungssteuerung, die an eine Mehrfeld-Belichtungsmessung gekoppelt ist. Alternativ kann auch eine mittenbetonte Integralmessung oder eine Spotmessung gewählt werden. Es stehen mehrere Belichtungsautomatiken für verschiedene Aufnahmesituationen zur Wahl.

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Eine Belichtungskorrektur ist in Einheiten von 1/3 EV um maximal 2 EV nach oben und unten möglich. Die Verschlusszeiten liegen zwischen 1/2.000 Sekunde und 4 Sekunden, während die Empfindlichkeit zwischen ISO 50, 100, 200 und neu auch auf 400 eingestellt werden kann. Der Weißabgleich erfolgt automatisch oder anhand von vier Voreinstellungen.

Der Selbstauslöser verzögert die Aufnahme um 2 oder 10 Sekunden und kann zudem noch so eingestellt werden, dass drei Aufnahmen hintereinander gemacht werden, was gerade bei Personenaufnahmen sinnvoll sein kann, weil dann Augenblinzler nicht unbedingt auf allen Bildern zu finden sind. Die schon vom Vorgänger bekannte "Coupling Shot"-Belichtungsfunktion sowie der Pre Shot sind wieder eingebaut. Mit Pre Shot legt der Anwender einen spezifischen Hintergrund fest und lässt sich dann vor dieser Szene fotografieren. Bei Coupling Shot müssen der Fotograf und seine Begleitung keine Passanten mehr bedrängen, ob diese nicht mal ein gemeinsames Foto von ihnen machen könnten. Denn nacheinander gegenseitig fotografiert, fügt Coupling Shot beide Aufnahmen zu einer zusammen.

Der kleine in die Kamera integrierte Blitz erhellt die Umgebung bis zu einem Abstand von 0,4 bis 1,7 m. Wie auch ihre Vorgängerin kann die EX-Z4 kleine Filmchen mit einer Länge von 60 Sekunden mit Ton aufzeichnen. Trotz des größeren Sensors ist die Auflösung hier bei 320 x 240 Pixeln geblieben. Ob auch bei dem neuen Modell die lästigen Störgeräusche auftreten, die die Videoaufnahmen der EX-Z3 durch ein unangenehmes Knattern stören, werden erst Tests zeigen. Neu ist der integrierte Lautsprecher, um Filmchen auch in der Kamera mit Ton abzuspielen. Zur Sprachaufzeichnung ist die Kamera ebenfalls geeignet.

Die Kamera ist mit 10 MByte internem Speicher sowie einem Speicherkarten-Steckplatz für SD- und MMC-Speicherkarten ausgerüstet und zeichnet JPEG nach Exif 2.2 nach DPOF- und DCF-Format auf. Dazu kommt eine eingebaute Weltzeituhr mit Alarm sowie die Möglichkeit, Datum und Uhrzeit in den Bildern sichtbar zu speichern.

Zu guter Letzt wurde eine Kalender-Funktion eingebaut, die dem Gerät schon fast PDA-ähnliche Fähigkeiten verleiht. Einzelne Tagesfelder können im Monats-Kalenderblatt mit Bildern belegt werden, so dass eine optische Erinnerungsfunktion zu Geburtstagsfeiern, Terminen, Anrufen oder anderen Ereignissen hergestellt werden kann. Die Photo Stand getaufte Funktion ermöglicht das Abspielen von individuell im "Favoriten"-Ordner zusammengestellten Dia-Shows auf dem Groß-Display. So ist es umso unverständlicher, dass man einen Videoausgang zum Anschluss eines Fernsehers leider immer noch vergebens sucht.

Zur Datenübertragung gibt es eine USB-1.1-Schnittstelle und eine USB-Dockingstation mit integrierter Stromversorgung für das Aufladen des Lithium-Ionen-Akkus, der für bis zu 540 Aufnahmen gut sein soll. Die Kamera misst 87 x 57 x 23,1 mm und wiegt ohne Lithium-Ionen-Akku und Speicherkarte 129 Gramm. Abmessungen und Gewicht sind somit identisch zur Vorgängerin.

Die Casio Exilim EX-Z4 soll ab September 2003 für 500,- Euro in den Handel kommen.


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