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Digitalkameras in Mobiltelefonen bald mit optischem Zoom

Höhere Auflösungen sollen Digitalkameras das Revier streitig machen. Die Sharp-IC-Gruppe hat ein 1-Megapixel-CCD-Kameramodul entwickelt, das gerade einmal 13,5 x 11 x 9,7 mm misst. Dieses Modul ermöglicht die Integration von Kameras der Megapixel-Klasse in aufklappbare Handys, wobei im Hinblick auf die Größe und Höhe der heutigen Standard-Handys nur geringfügige Veränderungen erforderlich sein sollen.
/ Andreas Donath
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Ein weiteres Modul, das über eine Makrofunktion verfügt, kommt zeitgleich auf den Markt. Beide Module bestehen neben dem CCD aus einem DSP zur Signalverarbeitung, einem peripheren IC für die CCD-Steuerung, einer Linse und passiven Komponenten. Die Sensoren haben eine Auflösung von 1.144 x 880 Pixel, die Bildwiederholfrequenz liegt bei maximal 7,5 Frames in der Sekunde und die Lichtstärke des Objektivs beträgt F2,8. Der Musterversand an Hersteller von Handys soll für beide Modelle im September 2003 beginnen, die Massenfertigung will Sharp im Oktober 2003 starten.

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Sharp entwickelt und produziert derzeit sowohl CMOS- als auch CCD-Kameramodule für den Einsatz in Mobiltelefonen. Wegen der besseren Bildqualität priorisiert Sharp aber beim Einsatz in qualitativ hochwertigen Megapixel-Kameras CCD-Module. Von 2004 an sollen dann CCD-Kameramodule mit 2 Megapixeln und mehr in Handys eingesetzt werden können. Zudem will man optische Zoom-Objektive in Mobiltelefone integrieren und die Funktionen einer originären digitalen Kamera in das Handy-Gehäuse übernehmen.

Verbesserte Displays und vor allem hochqualitative und weiter miniaturisierte CCD-Kameramodule in Verbindung mit der Möglichkeit, Bilddaten auf SD-Cards zu speichern, sollen bald auch in den Märkten außerhalb Japans erscheinen. In Japan werden derzeit nach Ansicht von Sharp die entscheidenden Trends im Handy-Kamera-Bereich gesetzt.

Sharp erwartet, dass die Spitzenmodelle japanischer Mobiltelefone im Jahr 2004 gleich zwei Digitalkameras besitzen: ein CCD-Kameramodul mit einer Auflösung von 1 bis 2 Millionen Bildpunkten mit optischem Zoom für hochwertige Digitalfotos, eine wechselbare Speicherkarte und eine Bluetooth-Anbindung sowie eine zweite Kamera auf der Innenseite von Klapp-Handys mit VGA- oder CIF-Auflösung (288 x 352 Pixel) für die Aufnahme bewegter Bilder zum Beispiel für Videokonferenzen.

"Der Trend zu Megapixel-CCD-Kameras in Handys wird bald auch Europa erfassen" , ist sich Maximilian Huber, Präsident Sharp Micoelectronics Europe, sicher. Bereits heute ist beinahe jedes in Japan vertriebene Mobiltelefon mit einem Farbdisplay ausgestattet. In Deutschland liegt der Anteil bei etwa 60 Prozent, in den USA gar nur bei rund 40 Prozent, hat Sharp berechnet. Ebenfalls annähernd 100 Prozent beträgt der Anteil der mit einer Kamera ausgestatteten Neu-Handys in Japan, während der Vertrieb von Kamera-Handys in Europa und den USA erst in diesem Jahr richtig begonnen hat.

Für das Jahr 2005 erwartet Sharp für Mobiltelefone mit Kamera eine Marktdurchdringung von ungefähr 50 Prozent weltweit, davon geschätzte 40 Prozent mit Megapixel-CCD-Modulen.


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