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Modchip-Klage: Lik Sang International und Sony einigen sich

Rechtsstreit mit Nintendo und Microsoft läuft weiter. In der von Nintendo, Microsoft und Sony im Oktober 2002 angestrengten, aber später in drei Verfahren getrennten Modchip-Sammelklage gegen den Videospielzubehöranbieter Lik Sang International gab es nun eine Einigung mit Sony. Nintendo hatte seine Klage im Juni 2003 in erster Instanz gewonnen, die ehemalige Lik-Sang-Geschäftsführung hatte kurze Zeit später Berufung im zuständigen Gericht in Hongkong eingelegt.
/ Christian Klaß
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Lik Sang International sah sich auf Grund der "aktuellen internationalen rechtlichen Entwicklungen" um Modchips und ähnliche Geräte sowie aus finanziellen Gründen gezwungen, mit Sony Computer Entertainment eine weltweite geltende Vereinbarung über den Verzicht auf den Verkauf von Technik und die Veröffentlichung von Informationen zu treffen, mit welcher der Kopierschutz von bestehenden und künftigen Sony-Spielekonsolen ausgehebelt werden kann.

Darüber hinaus musste Lik Sang bereits im Juni 2003 eine einmalige Kompensationszahlung an Sony Computer Entertainment entrichten, deren Höhe nicht genannt wurde. Sony Computer Entertainment hat dafür im Gegenzug seine Klage vor dem hohen Gericht in Hongkong zurückgezogen. Die im Augenblick laufenden Rechtsstreitigkeiten mit Nintendo und Microsoft sind für Lik Sang International noch nicht ausgestanden.

Die Geschäftsführung des in Hongkong sitzenden Videospielzubehöranbieters Lik Sang International Limited hat sich Ende 2002 voll auf die Modchip-Klage konzentrieren müssen und konnte sein Geschäft auf Grund eingefrorener Konten nicht fortsetzen. Den Onlineshop Lik-Sang.com hatte man deshalb im November 2001 dem neu gegründeten Unternehmen "Pacific Game Technology" übergeben , das auch einen Großteil der Lik-Sang-Angestellten übernahm.


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