Games Convention 2003 ein voller Erfolg
Vor allem am Wochenende war der Ansturm riesig: Bereits vor der Hallenöffnung um 10:00 Uhr versammelten sich Tausende Kids vor den Toren, stellenweise war vor allem die Halle 3 – in der alle größeren Publisher versammelt waren – so voll, dass man kaum noch die Möglichkeit hatte, die Gänge zu passieren. Auch der Lärmpegel war groß: Da beinahe alle bekannteren Unternehmen wie Microsoft, Ubi Soft, Nintendo oder Codemasters fast nebeneinander eigene Bühnen mit umfangreichem und lautstarkem Programm aufboten, waren Unterhaltungen zwischen Messebesuchern fast unmöglich.
Vorgestellt wurden überall die Spiele, die im kommenden Weihnachtsgeschäft den Ton angeben wollen. Zwar nutzten nur wenige Publisher die Games Convention als Anlass, wirklich neue Titel anzukündigen – hier bleibt die E3 im Mai in Los Angeles wohl auf absehbare Zeit das Maß aller Dinge -, zumindest hatte man bei vielen Spielen aber erstmals die Möglichkeit, sie auf europäischem Boden spielen zu können.
Highlights gab es dabei eine ganze Reihe – etwa das neue Mario Kart von Nintendo für Gamecube oder die PC-Rollenspiele Spellforce (BigBen) und Sacred (Take2). Wer auf Grund von Half-Life 2 nach Leipzig gereist war, wurde allerdings enttäuscht: Zwar zeigte Vivendi im abgetrennten USK-18-Bereich des eigenen Messestandes einen neuen Trailer des mit Spannung erwarteten Shooters, eine spielbare Version gab es allerdings nicht.
Neben der Messe Leipzig, die sich unter anderem auch über mehr Fachbesucher (Anstieg von 15 Prozent auf 6.000) und die Tatsache, dass über neunzig Prozent der Besucher nächstes Jahr wiederkommen wollen, freuen konnte, zeigten sich auch die Aussteller zufrieden.
Axel Herr, Managing Director Nintendo Deutschland, kommentierte die Messe mit den Worten: "Die GC ist Europas größtes und wichtigstes Messe-Event im Gaming-Bereich. Die Symbiose aus hochprofessionellem Handelsauftritt und perfektem Consumer-Event ist einmalig in Europa. Gerade darin liegt der Reiz dieser Messe" , und auch Manfred Gerdes, Managing Director beim direkten Konkurrenten Sony Computer Entertainment Deutschland GmbH, zeigte sich begeistert: "Wir haben die Stärken, mit der die Messe an den Start gegangen ist, noch weiter herausgearbeitet. Das Gesamtkonzept ist runder geworden, der Ball rollt. Das Management von Sony Computer Entertainment Europe aus London ist komplett hier. Alle sind angetan von diesem Konzept."
Einzig unter den Entwicklern, die mit kleinen Ständen nicht wie im letzten Jahr im abgetrennten Business Center, sondern direkt in Halle 2 im so genannten Developers Village untergebracht wurden, gab es einige kritische Stimmen – hier mussten sich viele Teams mehr darauf konzentrieren, ihre Besitztümer vor den nach Werbegeschenken Ausschau haltenden Besuchern abzuschirmen als dass sie sich den Fachgesprächen zuwenden konnten. Die meisten wollen aber trotzdem auch nächstes Jahr wieder dabei sein, wenn die Games Convention vom 19. bis zum 22. August 2004 zum insgesamt dritten Mal stattfindet.
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