Mad Hatter soll Microsoft ab Mitte September das Fürchten lehren. Mitte September 2003, pünktlich zur eigenen Hausmesse SunNetwork, will Sun seine Desktop-Alternative Mad Hatter vorstellen, mit der das Unternehmen vor allem im Unternehmensbereich Platzhirsch Microsoft verdrängen will. Mittlerweile bietet Sun auf seinen Webseiten auch einen ersten Blick auf sein kommendes Desktop-System an.
Mad Hatter soll auf den Betriebssystemen Linux und Solaris aufsetzen und enthält unter anderem eine neue Version von StarOffice, Java, GNOME, Evolution und Gaim. Dabei soll das Projekt Mad Hatter interoperabel zu Microsoft Office und Exchange als auch Lotus Notes sein und zudem die Möglichkeiten der Java Card nutzen können. Dabei kooperiert Sun mit SuSE, auf deren Linux-Distribution Mad Hatter aufsetzen soll.
Sun will seine Desktop-Lösung vor allem im Unternehmensbereich etablieren und verspricht deutlich geringere Kosten pro Arbeitsplatz als dies heute mit Windows der Fall ist. Dazu hat sich Sun nach eigenen Angaben der Integration der verschiedenen Open-Source-Applikationen angenommen, statt diese nur zu einem Paket zu schnüren. So bietet Mad Hatter ein GNOME-Look-and-Feel auch für alle Java-Applikationen an und errinnert insgesamt etwas mehr an Windows, als man dies von GNOME gewohnt ist.