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Robodoc: Operationsroboter unter Beschuss

Klagewelle gegen Hüft-OP-Maschine. Immer häufiger klagen Patienten gegen Krankenhäuser, in denen Hüftoperationen mit Hilfe von Robotern vorgenommen wurden. Allein der Freiburger Anwalt Jochen Grund vertritt 91 Mandanten, die nach Eingriffen zum Teil schwerwiegende Muskel- und Nervenschädigungen erlitten hatten, schreibt das Nachrichtenmagazin "Spiegel".
/ Andreas Donath
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Die betroffenen Patienten könnten sich nur noch hinkend oder an Krücken fortbewegen. Der Roboter fräst Hohlräume in Oberschenkelknochen, in die anschließend Hüftprothesen implantiert werden.

Zehn Verfahren sind bereits am Landgericht Frankfurt anhängig, rund zwei Dutzend Fälle werden derzeit vor Gutachter-Kommissionen von Ärztekammern verhandelt. Die meisten Klagen richten sich gegen die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Frankfurt am Main, an der bereits rund 6.000 Robodoc-OPs durchgeführt wurden, so der Spiegel weiter.

Darüber hinaus ist eine Sammelklage gegen den amerikanischen Roboter-Hersteller ISS vor einem Gericht in Kalifornien in Vorbereitung. Eine auf Arzthaftungsrecht spezialisierte Kanzlei aus Los Angeles vertritt nach Informationen des Magazins derzeit 63 Patienten, darunter zwei Amerikaner, die in Deutschland operiert worden waren.


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