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Samba-Team wirft SCO Heuchelei vor

SCO verweist unter anderem auf Code aus dem "Berkeley Packet Filter" (BPF), einer Firewall-Software, die an den Lawrence Berkeley Labors unter Förderung der US-Regierung entstanden ist. Da der Code unter einer BSD-Lizenz stehe, dürfe SCO diesen zwar in seine Betriebssysteme integrieren, Eigentumsrechte an dem Code halte SCO aber keine, so Perens. Er weist zudem darauf hin, dass der Code von einer älteren Version namens "enet" abgeleitet wurde, die von der Stanford- und Carnegie-Mellon-Universität entwickelt und erstmals mit 4.3 BSD von der Universität Kalifornien veröffentlicht wurde.

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Die Linux-Version des BPF hingegen sei von Jay Schulist komplett neu geschrieben und enthalte keine Teile des ursprünglichen Codes, auch wenn dieser sich eng an die entsprechende Dokumentation halte.

Des Weiteren erhebt SCO Anspruch auf nahezu allen Code, der von IBM, SGI und anderen Unix-Lizenznehmern in Linux eingebracht wurde - insgesamt über 1,1 Millionen Code-Zeilen in 1.549 Dateien, die rund zwei Drittel des Codes ausmachen, der Linux 2.4 von 2.2 unterscheidet. Dabei argumentiert SCO, dass nach der Unix-Lizenz von AT&T (heute SCO) alle von Unix abgeleiteten Arbeiten, die Lizenznehmer erstellen, automatisch AT&T und heute SCO gehören. Als abgeleitete Arbeit betrachte SCO dabei offenbar jede Software, die jemals mit Unix in Berührung kam und beansprucht für sich das Recht, dem jeweiligen Entwickler die weitere Nutzung zu untersagen, so Perens.

Doch nach Ansicht von Perens ist diese Argumentation nicht schlüssig, ignoriere sie doch den Fakt, dass, wenn eine Arbeit keine Teile von SCOs Code enthalte, diese auch nicht als Ableitung betrachtet werden könne. Dies werde insbesondere in Bezug auf IBMs Journaling-File-System (JFS) deutlich, das einst für OS/2 entwickelt wurde und später sowohl auf Unix als auch auf Linux portiert wurde. Aber auch für die RCU-Software (Read Copy Update), die Prozessoren in einem Multiprozessor-System davon abhält, sich gegenseitig zu behindern, gelte dies. Die Technologie wurde von der heutigen IBM-Tochter Sequent unter dem Unix-Derivat Dynix entwickelt. Später separierte Sequent aber den RCU-Code von Dynix und damit allem SCO-Code und integrierte RCU in Linux. Ähnlich verhalte es sich mit SGIs XFS (eXtent FileSystem).

In Bezug auf den SMP-Code merkt Linus Torvalds in einem Interview mit eWeek.com an, dass dieser von Linux-Entwicklern geschrieben wurde, die er persönlich sehr gut kenne. Zudem habe er selbst große Teile im Bereich SMP-IRQ-Skalierbarkeit geschrieben. Die Forderung von OSI-Gründer Eric S. Raymond an SCO, Linux-Entwicklern unter einem weniger strikten NDA Einblick in die Beweise zu erlauben, unterstützt Torvalds und kündigte an, allen Code aus Linux zu entfernen, der nicht den Linux-Entwicklern gehöre oder frei nutzbar sei. BSD-Entwickler Greg Lehey widerspricht unterdessen Perens' Recherchen zum malloc()-Code und zeigt einen anderen Weg auf, den der Code offenbar genommen hat. Unter dem Strich kommt aber auch Lehey zu dem Ergebnis, dass dieser von SCO vorgebrachte Beweis wertlos ist. "SCO versteht nicht genug von der Sache, um überzeugend zu lügen", so Lehey.

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coolburn rooster 01. Feb 2005

Dazu ist nur eines zu sagen, Leute wie die von SCO gehören isoliert, früher hätte man...

blackmarket 24. Aug 2003

Aber Gott ist ja sowieso ein Straftäter, den kriegt Sco wegen beihilfe dran.

_ 22. Aug 2003

Wenn IBM nicht gehört würde (es geht ja um AIX und Dynix) hätte das Urteil jedoch keinen...

d43M0n 22. Aug 2003

nicht doch...

SCO Insider 22. Aug 2003

Man wird einen Strohmann verklagen, so dass der Gegner sich nur gemäß den Vorgaben von...


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