Xouvert soll Entwicklung von XFree86 beschleunigen
Xouvert ist aus der Unzufriedenheit einiger Xfree86-Entwickler mit der Entwicklungsgeschwindigkeit und fehlenden Offenheit von XFree86 entstanden. So will man die Hürden für neue Entwickler in Xouvert möglichst flach halten und verspricht "Technologien von morgen schon heute auf die Desktops der User zu bringen" .
Xouvert kritisiert die unternehmensartige Struktur des Xfree86-Projekts, die verhindere, dass das Projekt so offen gestaltet werden könne wie dies die Entwickler gern sehen würden. Zudem ist XFree86 vor allem auf Stabilität bedacht. Mit der Philosophie des "release early, release often" hoffen die Xouvert-Entwickler, die Risiken, neue Treiber und Funktionen in XFree86 zu integrieren, zu reduzieren. So soll vor allem die Unterstützung neuer Grafikkarten verbessert werden.
Xouvert soll alle sechs Monate ein stabiles Release veröffentlichen, während Sicherheits- und Treiber-Updates täglich in einfach zu installierender Form oder über ein automatisches Update zur Verfügung gestellt werden sollen. Zudem haben sich die Xouvert-Entwickler zum Ziel gesetzt, den Quelltext deutlich stärker zu modularisieren, um diese Aufgaben zu vereinfachen.
Dabei setzt man bei der Entwicklung von Xouvert auf Arch, ein von Tom Lord entwickeltes System zum Management von Code-Änderungen. Dies soll Revisions-Kontrollsystemen wie CVS oder Subversion übergeordnet sein und es erlauben, auch radikale Änderungen am Verzeichnis-Aufbau von Xouvert vorzunehmen, ohne die Möglichkeit zu verlieren, die Änderungen auch in den offiziellen Xfree86-Code einzufügen.
Die Offenheit des Projekt soll sich darin ausdrücken, dass alle Projekt-Entscheidungen auf öffentlichen Mailinglisten mit öffentlichen Archiven diskutiert werden. Zudem wird es einen offiziellen IRC-Kanal geben, der auch auf einer Website abgebildet und täglich archiviert wird. Non-Disclosure-Agreements, um spezielle Informationen von Grafikkartenherstellern zu erhalten, die nötig sind, um Treiber zu entwickeln, sollen ausschließlich auf individueller Basis zwischen Herstellern und einzelnen Entwicklern geschlossen werden. Aller Code, der in das Projekt einfließt, soll unter der normalen X11-Lizenz oder einer anderen freien Software-Lizenz stehen.
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