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City-Netz-Betreiber wollen höhere Gebühren von Wettbewerbern

Bis zu 1.700 Prozent mehr als bisher. Als Reaktion auf die umstrittene Resale-Anordnung der Bonner Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation wollen einige City-Netz-Betreiber die Gebühren für Anrufe in ihre Telefonnetze drastisch erhöhen, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus.
/ Andreas Donath
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Entsprechende Anträge von vier Stadtnetzbetreibern sind nach Informationen des Magazins bei der Regulierungsbehörde eingegangen. Danach wollen die Unternehmen, unter denen sich auch NetCologne und Versatel befinden, für Telefonate in ihre Netze deutlich höhere Gebühren von den Wettbewerbern kassieren. In einzelnen Fällen soll es um bis zu 1.700 Prozent gehen.

Auch die Deutsche Telekom AG läuft weiter Sturm gegen die umstrittene Politik der Regulierungsbehörde. Vermittlungsversuche durch das Bundeswirtschaftsministerium lehnte Konzernchef Kai-Uwe Ricke vergangene Woche kategorisch ab. Grund: Die Telekom sieht angeblich die Zukunft ihrer Festnetztochter T-Com durch die Anordnungen der Bonner Behörde gefährdet. Gegenüber dem Bundesfinanzministerium hat das Bonner Unternehmen die für 2004 in Aussicht gestellte Dividendenzahlung sogar davon abhängig gemacht, wie die Spielregeln auf dem Telefonmarkt in Zukunft ausgestaltet würden.


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