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OSDL: Keine Gefahren für Linux-Nutzer

Lawrence Rosen zu den rechtlichen Fragen um SCOs Vorgehen gegen IBM und Linux

Das Open Source Development Lab (OSDL) hat jetzt ein Papier mit Fragen und Antworten rund um die rechtliche Auseinandersetzung zwischen SCO und IBM sowie SCOs Vorgehen gegen Linux-Nutzer veröffentlicht. Autor des Papiers ist Lawrence Rosen, Justitiar der Open Source Initiative (OSI) und Experte für Technik- und Urheberrecht.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Papier soll Linux-Nutzern helfen, die aufgeworfene Problematik besser zu verstehen und ihre eigene Position gegenüber SCO besser einzuschätzen, die von kommerziellen Nutzern den Kauf von Linux-Lizenzen verlangen. Eine Rechtsberatung gibt Rosen zwar explizit nicht, nennt aber seine eigene Einschätzung der Rechtslage.

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Rosen stellt darin einmal mehr klar, dass es sich bislang lediglich um eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen SCO und IBM sowie anders herum handelt. Gegen Linux an sich ist SCO bislang nicht vorgegangen. Die Frage, ob SCO denn Urheberrechte an Linux halte, bejaht Rosen, stellt aber klar, dass dies für viele andere auch zutreffe. So gelte dies für alle, die ihren Teil zu Linux beigesteuert haben wie etwa Red Hat, SuSE, IBM oder Linus Torvalds. Jeder Linux-Entwickler könne für eine Gebühr von 30,- US-Dollar seine Urheberrechte bei der US-Kongressbibliothek einreichen, um ein entsprechendes Zertifikat zu erhalten. Bewiesen sei damit allerdings nichts.

Kann SCO Lizenzgebühren von Linux-Nutzern Verlangen? "Sicher. Aber nur weil jemand von einem Geld verlangt, heißt das nicht, dass man dieses auch zahlen sollte", so Rosen. SCO habe Linux kostenlos lizenziert als sie Linux unter der GPL verteilt haben. Und auch wenn SCO gegen IBM gewinnen und seine Ansprüche durchsetzen könnte, was Rosen für unwahrscheinlich hält, könne SCO Linux-Nutzer nicht dazu zwingen, eine zweite Lizenz zu erwerben.

Sollte SCO Recht bekommen, geht Rosen zudem davon aus, dass die Linux-Entwickler den Code von SCO bis zu diesem Zeitpunkt längst ersetzt haben würden. Die Chancen, dass SCO einzelne Nutzer belangen kann, hält Rosen auch dann für unwahrscheinlich. Kein Gericht würde es SCO erlauben, Endnutzer zur Kasse zu bitten, nachdem SCO für den erlittenen Schaden im Falle des Verfahrensgewinns bereits durch IBM entschädigt worden wäre.

So steht für Rosen außer Frage, dass Linux auch weiterhin gefahrlos benutzt werden kann.

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Ben 15. Aug 2003

Ups. Das stimmt natürlich. Schadensersatz gibt es nur einmal. Also wieder ein Grund mehr...


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