Umsatz im Musikmarkt sinkt im ersten Halbjahr um 16 Prozent
Für Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, sind die Gründe für den Umsatzrückgang schnell gefunden: Die "ungebremste Zunahme massenhafter digitaler Musikkopien" und die Wirtschaftslage "am Rande einer Rezession" macht er dafür verantwortlich.
Besonders stark war der Rückgang im Bereich der Funk- und TV-beworbenen Hit-Compilations (minus 47,5 Prozent). Weit überdurchschnittlich sei auch das Single-Segment betroffen, das um 21,3 Prozent zurückging. Die Musikindustrie macht hierfür insbesondere das Internet verantwortlich.
Große Erfolge haben nach Angaben der Verbände nationale Künstler zu verzeichnen, die in den Album-Charts ihren Anteil von 23 Prozent auf 29,2 Prozent und im Singles-Segment ihren Anteil von 41,1 auf 53,3 Prozent erhöhten.