FTP-Server des GNU-Projekts gecrackt
Derzeit werden alle Dateien, für die bekannte MD5-Checksummen existieren, anhand dieser überprüft, was ausschließen soll, dass die Dateien unbemerkt verändert wurden. Auch wenn ein großer Teil der Dateien bereits wieder zur Verfügung steht, ist die Überprüfung noch nicht abgeschlossen.
Der GNU-FTP-Server wurde bereits im März 2003 gecrackt, was aber erst in der letzten Juli-Woche aufgefallen ist. Der Angreifer nutzte dabei den so genannten "Ptrace Exploit", eine lokale Sicherheitslücke im Linux-Kernel, die kurz zuvor veröffentlicht wurde. Er erlangte Root-Rechte und installierte ein trojanisches Pferd. Wie es scheint, so Bradley M. Kuhn, Executive Director der Free Software Foundation, sei der Cracker aber in erster Linie daran interessiert gewesen, Passwörter auszuspähen und den Server für Angriffe auf andere zu nutzen.
Seit dem 1. August 2003 werden alle neuen Veröffentlichungen mit GPG (GNU Privacy Guard) von deren Betreuer signiert. Damit soll eine automatische Zertifizierung der Integrität der Quelltexte sichergestellt werden. Zudem wurde den GNU-Maintainern der lokale Zugriff auf den FTP-Server vorübergehend gesperrt.
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