SCO kündigt IBM weitere Verträge und nennt Details
Als Folge der Kündigung sei es IBM nicht länger erlaubt, Sequent UNIX-Produkte – namentlich "Dynix/ptx" – zu nutzen oder zu lizenzieren. Kunden von IBM könnten damit ab heute keine Lizenzen mehr für Dynix/ptx erwerben.
Der bisherige Vertrag mit SCO hätte es Sequent erlaubt, abgewandelte Versionen des System V zu entwickeln, sofern "die resultierenden Arbeiten als Teil der Original-Software betrachtet werden" , so SCO. Nach Ansicht von SCO unterliegt Sequents Software daher den gleichen Restriktion wie die Original-System-V-Software. Zu diesen Restriktionen zählen Vertraulichkeit und das Verbot die Eigentumsrechte zu übertragen sowie Einschränkungen gegen die Nutzung zum Wohle Dritter.
Trotz dieser Restriktionen habe Sequent/IBM rund 148 Dateien des eigenen Unix-Codes in den Linux-Kernel in den Versionen 2.4 und 2.5 integriert. Dies umfasse insgesamt 168.276 Quelltext-Zeilen aus den Bereiche NUMA und RCU. Darüber hinaus habe Sequent Linux auch mit Entwicklungsmethoden aus dem Unix-Bereich unterstützt.
Sequent/IBM hätten Dynix somit nicht als Teil des originalen System V behandelt und entsprechend die im Vertrag mit SCO gewährten Rechte überschritten. Man habe die vertragsgemäße Kündigungsfrist von zwei Monaten eingehalten, doch Sequent/IBM habe weder die eigenen Fehler korrigiert noch eine andere Lösung vorgeschlagen. Die Kündigung ist nach Ansicht von SCO auch ohne gerichtliche Entscheidung gültig.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.