Zum Hauptinhalt Zur Navigation

SCO kündigt IBM weitere Verträge und nennt Details

"IBM hat Linux um eigenen Code erweitert und damit gegen SCOs Rechte verstoßen". SCO legt im Streit mit IBM einmal mehr nach und kündigte jetzt der IBM-Tochter Sequent Computer Systems den Vertrag bezüglich des UNIX System V. Laut SCO hätten Sequent bzw. IBM Quelltexte und Entwicklungsmethoden in unerlaubter Art und Weise in Linux integriert.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Als Folge der Kündigung sei es IBM nicht länger erlaubt, Sequent UNIX-Produkte – namentlich "Dynix/ptx" – zu nutzen oder zu lizenzieren. Kunden von IBM könnten damit ab heute keine Lizenzen mehr für Dynix/ptx erwerben.

Der bisherige Vertrag mit SCO hätte es Sequent erlaubt, abgewandelte Versionen des System V zu entwickeln, sofern "die resultierenden Arbeiten als Teil der Original-Software betrachtet werden" , so SCO. Nach Ansicht von SCO unterliegt Sequents Software daher den gleichen Restriktion wie die Original-System-V-Software. Zu diesen Restriktionen zählen Vertraulichkeit und das Verbot die Eigentumsrechte zu übertragen sowie Einschränkungen gegen die Nutzung zum Wohle Dritter.

Trotz dieser Restriktionen habe Sequent/IBM rund 148 Dateien des eigenen Unix-Codes in den Linux-Kernel in den Versionen 2.4 und 2.5 integriert. Dies umfasse insgesamt 168.276 Quelltext-Zeilen aus den Bereiche NUMA und RCU. Darüber hinaus habe Sequent Linux auch mit Entwicklungsmethoden aus dem Unix-Bereich unterstützt.

Sequent/IBM hätten Dynix somit nicht als Teil des originalen System V behandelt und entsprechend die im Vertrag mit SCO gewährten Rechte überschritten. Man habe die vertragsgemäße Kündigungsfrist von zwei Monaten eingehalten, doch Sequent/IBM habe weder die eigenen Fehler korrigiert noch eine andere Lösung vorgeschlagen. Die Kündigung ist nach Ansicht von SCO auch ohne gerichtliche Entscheidung gültig.


Relevante Themen