• IT-Karriere:
  • Services:

Kampf dem Spam: Die Filter schlagen zurück

Paul Graham: Angriff ist die beste Verteidigung

Bereits mit seinem Artikel A Plan for Spam hat Paul Graham nicht nur für Aufsehen gesorgt, sondern auch den Grundstein für eine neue Generation von Spam-Filtern - die so genannten Bayes-Filter - gelegt. Doch für Graham hat der Kampf gegen Spam erst begonnen. In seinem neuen Artikel Filters that Fight Back beschreibt er weitere Methoden, um Spammern Einhalt zu gebieten.

Artikel veröffentlicht am ,

Paul Graham
Paul Graham
Bislang verläuft der Kampf gegen Spam eher passiv, so dass man eingehenden Spam automatisch zu identifizieren und auszusortieren versucht. Graham schlägt nun aktive Methoden vor, um dem zunehmenden Spam-Problem zu begegnen. Zwar erlauben Bayes-Filter derzeit eine recht hohe Erkennungsrate von echten Spam bei einer geringen Zahl von falschen Erkennungen, doch sei zu beobachten, dass Spammer versuchen sich auf diese neuen Filter einzustellen.

Stellenmarkt
  1. ilum:e informatik ag, Mainz
  2. BG-Phoenics GmbH, München

Zwar seien die Versuche Bayes-Filter zu umgehen bislang weitgehend erfolglos, wenn nicht sogar kontraproduktiv, dies könne sich aber zunehmend ändern, zumal Bayes-Filter eine immer höhere Verbreitung finden. So integriert unter anderem Mozillas E-Mail-Client einen Bayes-Filter, aber auch Tools wie Spamassassin bieten entsprechende Möglichkeiten und immer mehr Provider nutzen die neue Technik.

Der Spam der Zukunft wird nach Meinung von Graham daher auf das Notwendigste reduziert werden, so dass entsprechende E-Mails kaum mehr als die entsprechende URL enthalten. Aber genau an dieser Stelle sollte nach Meinung von Graham angesetzt werden. Man müsse das Übel bei der Wurzel packen und dies sei das Web und nicht die E-Mail. Schließlich enthalten Spam-E-Mails als Kontaktmöglichkeit meist eine URL. Entwickler von Anti-Spam-Filtern sollten sich daher genau darauf konzentrieren, denn daran könnten Spam-Versender kaum etwas ändern.

Spam-Filter könnten Spammer mit ihren eigenen Waffen schlagen, indem sie in E-Mails enthaltene URLs automatisch abrufen. Wer Millionen E-Mails versendet, erhält also Millionen von automatisierten Zugriffen, was die Last auf dessen Server erhöht, ohne die Zahl der Verkäufe zu steigern. Bei entsprechend breitbandingen Verbindungen könnte man die Links auch mehrfach abrufen, um die Last weiter zu erhöhen. Diese werden die Spammer zwar nicht direkt in die Knie zwingen, aber die Kosten für das Spamming zumindest merklich erhöhen.

Um sicherzustellen, dass nicht die Falschen bestraft werden, sollte eine entsprechende "weiße Liste" eingerichtet werden, die URLs enthält, die nicht auf Spammer zurückgehen. Darunter fallen beispielsweise Fußzeilen wie sie von kostenlosen E-Mail-Anbietern eingefügt werden. Eine solche Liste sollte von vertrauenswürdigen Freiwilligen gepflegt oder über Umfragen unter Anwendern erzeugt werden.

Als Reaktion der Spammer sei damit zu rechnen, dass diese funktionierende Unsubscribe-Links in ihre E-Mails integrieren, um Empfänger auszuschließen, die entsprechende "Auto-Retrieving-Filter" verwenden. Damit würde man Spam zwar nicht komplett stoppen, er würde aber nur mehr Leute erreichend, die unbedarft oder zu faul sind, entsprechende Filter einzusetzen, also genau die Leute, die Spammer versuchen zu erreichen. So würde Spam ironischerweise letztendlich zu einer deutlich zielgerichteteren Werbeform, so Graham.

Paul Graham hält einen PhD in Informatik der Harvard Universität, hat Bücher über Lisp veröffentlicht und die Programmiersprache Arc - einen Lisp-Dialekt - entwickelt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • ohne Tracking
  • mit ausgeschaltetem Javascript


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 4,99€
  3. (-20%) 39,99€

Kermit der Frosch 15. Aug 2003

Ich wüsste momentan auch keine andere Anwendung. Und die Adressen vom MLs sind bekannt...

ednax 12. Aug 2003

Hi, das ist ja lobenswert, dass du nur die Spammer attakieren willst. Aber es wird dann...

jahudie 12. Aug 2003

Du hast scheinbar nicht alles durchgelesen. Ich wollte nicht unbedarfte User attakieren...

jahudie 12. Aug 2003

Keinen Revolvergürtel, jedoch werden wir ständig von wilden Cowboys beschossen und wir...

MajoR 11. Aug 2003

1. Zu den Absender-Adressen: Es ist ein LEICHTES, die Absenderadresse zu fälschen. KEIN...


Folgen Sie uns
       


Parksensor von Bosch ausprobiert

Wenn es darum geht, Autofahrer auf freie Parkplätze zu lotsen, lassen sich die Bosch-Sensoren sinnvoll einsetzen.

Parksensor von Bosch ausprobiert Video aufrufen
Kognitive Produktionssteuerung: Auf der Suche nach dem Universalroboter
Kognitive Produktionssteuerung
Auf der Suche nach dem Universalroboter

Roboter erledigen am Band jetzt schon viele Arbeiten. Allerdings müssen sie oft noch von Menschen kontrolliert und ihre Fehler ausgebessert werden. Wissenschaftler arbeiten daran, dass das in Zukunft nicht mehr so ist. Ziel ist ein selbstständig lernender Roboter für die Automobilindustrie.
Ein Bericht von Friedrich List

  1. Ocean Discovery X Prize Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

Amazon Echo Studio im Test: Homepod-Bezwinger begeistert auch als Fire-TV-Lautsprecher
Amazon Echo Studio im Test
Homepod-Bezwinger begeistert auch als Fire-TV-Lautsprecher

Mit dem Echo Studio bringt Amazon seinen teuersten Alexa-Lautsprecher auf den Markt. Dennoch ist er deutlich günstiger als Apples Homepod, liefert aber einen besseren Klang. Und das ist längst nicht alles.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Amazons Heimkino-Funktion Echo-Lautsprecher drahtlos mit Fire-TV-Geräten verbinden
  2. Echo Flex Amazons preiswertester Alexa-Lautsprecher
  3. Amazons Alexa-Lautsprecher Echo Dot hat ein LED-Display - Echo soll besser klingen

Apple TV+ im Test: Apple-Kunden müssen auf jeden Streaming-Komfort verzichten
Apple TV+ im Test
Apple-Kunden müssen auf jeden Streaming-Komfort verzichten

Apple ist mit Apple TV+ gestartet. Wir haben das Streamingabo ausprobiert und waren entsetzt, wie rückständig alles umgesetzt ist. Der Kunde von Apple TV+ muss auf sehr viele Komfortfunktionen verzichten, die bei der Konkurrenz seit langem üblich sind.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Disney-Chef tritt aus Apple-Verwaltungsrat zurück
  2. Apple TV+ Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
  3. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat

    •  /