CDV mit schlechten Aussichten - Aus für Imperium Galactica 3
Entlassungen in allen Unternehmensbereichen wegen hoher Verlusterwartung. In einer AdHoc-Mitteilung gab CDV bekannt, dass man für das zweite Quartal 2003 erneut ein negatives Ergebnis erwartet. Nachdem der Spiele-Publisher im vergangenen Jahr auf größeres Wachstum hoffte und seinen Personalbestand aufstockte, reagiert man nun mit Entlassungen – und stellt auch die Entwicklung eines Spiels ein, um Kosten zu senken.
Lag das Nettoergebnis im ersten Quartal 2003 noch bei 1 Million Euro Verlust, würde dieser im zweiten Quartal 2003 voraussichtlich auf 4 Millionen Euro vor Steuern wachsen. Bereits im Vorjahreszeitraum habe der Verlust auf vergleichbarer Höhe gelegen wie der jetzt erwartete.
Das angepeilte Umsatzwachstum habe man aufgrund einiger Release-Verschiebungen sowie unter den Erwartungen liegenden Absatzzahlen im zweiten Quartal nicht realisieren können. Die angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen betreffen alle Unternehmensbereiche und werden sowohl durch das Auslaufen von befristeten Arbeitsverträgen als auch durch betriebsbedingte Kündigungen realisiert.
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Aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Absatzzahlen wurde das Spiel "Himmel & Hölle" im abgelaufenen Quartal um 930.000 Euro abgeschrieben. Da zudem die Erfolgsaussichten für das Weltraumstrategiespiel "Galaxy Andromeda" ebenfalls als nicht mehr sehr hoch eingeschätzt würden, will CDV das ehemals unter dem Namen Imperium Galactica III geführte Projekt beenden und ebenfalls bilanziell wertberichtigen. Die Fertigstellung von Galaxy Andromeda/Imperium Galactica III war – nach einigen Verspätungen – zuletzt für das zweite Halbjahr 2003 angekündigt worden.
Trotz der viel versprechenden Produkt-Pipeline für das 2. Halbjahr 2003 geht der Vorstand nicht mehr von einem positiven Ergebnis für das Gesamtjahr aus, so CDV am Freitag, dem 8. August 2003, in seiner AdHoc-Meldung.