Bruce Perens warnt vor SCOs Linux-Lizenz

SCOs Linux-Lizenz bezeichnet Perens als offensichtlich absurd, widmet sich aber den rechtlichen Konsequenzen, die für Unternehmen entstehen können, die auf SCOs Forderungen eingingen. Nach Perens Auffassung würde jeder SCO-Lizenznehmer seinerseits gegen die GPL und somit gegen die Urheberrechte der Linux-Entwickler verstoßen. Daher müsse jeder, der auf SCOs Linux-Lizenz eingehe, damit rechnen, von den übrigen Linux-Entwicklern belangt zu werden. Er könnte also beispielsweise von IBM, Red Hat oder einem der Tausenden Linux-Entwickler und Unternehmen verklagt werden. "Natürlich wird niemand eine Lizenz für eine Software kaufen, die SCO gar nicht besitzt. Das Ganze ist also nur heiße Luft."

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Eine ernsthafte Gefahr bringe das Verhalten von SCO aber mit sich. Es versperre den Blick auf die viel größeren Gefahren für Open Source wie etwa Software-Patente. Perens sieht Entwickler von Open-Source-Software durch Software-Patente willkürlicher Verfolgung ausgesetzt. Diesen fehlen in der Regel die Mittel, um sich gegen Anschuldigungen, auch wenn diese unbegründet sind, zur Wehr zu setzen. Letztendlich bleibe ihnen also nichts anderes übrig als die eigene Software an den angeblichen Patentinhaber zu übergeben und den Streit so außergerichtlich beizulegen.

Die Kosten für einen einzelnen Patentrechtsstreit liegen laut der "American Intellectual Property Law Association" bei rund zwei Millionen US-Dollar. Die kürzlich von Red Hat ins Leben gerufene Stiftung verfügt also nicht einmal über ausreichend Geld, um einen entsprechenden Fall zu finanzieren.

In diesem Zusammenhang verweist Perens auch auf die Befürworter der Einführung von Software-Patenten, zu denen unter anderem auch IBM zählt.

Perens fordert die Entwickler von Open Source auf, ihre Lizenzen so zu modifizieren, dass sie einen beiderseitigen Schutz vor Software-Patenten umfassen. Wird ein Open-Source-Entwickler wegen einer Patentverletzung verklagt, enden damit automatisch Lizenzen für alle vom Kläger verwendete Open-Source-Software. "Das Mindeste, was wir gegen Leute tun können, die uns wegen Software-Patenten angehen, ist sicherzustellen, dass diese nicht von unserer Software profitieren."

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Eustreptopondilus 25. Jul 2004

Offenbar hast Du denn Sinn dieser Rechtsangelegenheit nicht richtig verstanden. SCO...

Dirk 11. Aug 2003

Ging mir ähnlich, mein Windows wollte mal wieder nicht und verlangte eine neue...

McIT 11. Aug 2003

Was soll eingesehen werden? Wer verlämdet wen? Wer behauptet was?

tobias(Golem.de) 10. Aug 2003

da bleibt nur zu hoffen, dass die software-patente nicht verabschiedet werden

Joachim 10. Aug 2003

Eigentlich müsste man SCO doch gratulieren: Die haben es geschafft mit nichts soviel...



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