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Museum mit Print-on-Demand für Kunstdrucke alter Meister

Hewlett-Packard stattet die National Gallery in London mit Kiosksystemen aus. Besucher der National Gallery in London können jetzt über 900 der ausgestellten Meisterwerke als Drucke nach Hause mitnehmen. Die Ausdrucke, die an Druck-Kiosksystemen erstellt werden, stehen in den Größen DIN-A4, DIN-A3 und DIN-A2 zur Verfügung. Hewlett-Packard (HP) hat dazu einen "Print-on-Demand"-Kiosk installiert, in dem Kunstinteressierte das gewünschte Motiv sowie die Größe festlegen können.
/ Andreas Donath
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Der Ausdruck soll in rund 5 Minuten erledigt sein und wird inklusive eines Echtheitszertifikats ausgegeben. Für die National Gallery werden inzwischen mehr als vier Terabyte an Daten digital verwaltet. In den vergangenen zwei Jahren wurden die 2.300 ausgestellten Bilder in hoher Auflösung erfasst und archiviert.

"Auch der kommerzielle Erfolg des Kiosk spricht für sich: In weniger als einem Monat wurden rund 500 Drucke verkauft" , so Clare Gough, Leiterin Kommunikation und Medien der National Gallery. Das gesamte Print-on-Demand-System besteht aus einem Touch-Screen-Monitor, einer HP-Software, einer HP-Workstation und für den Ausdruck steht ein Photosmart 7550 sowie der Großformatdrucker Designjet 5500PS bereit. Gedruckt wird auf HP-Papier in seidenmatter Ausführung.

Über den Print-on-Demand-Kiosk können die Besuchern der National Gallery jetzt aus einem wesentlich größeren Angebot an Ausdrucken wählen. Bislang standen dafür lediglich die 134 populärsten der rund 2.300 ausgestellten Bilder als Offset-Drucke zur Verfügung. Eine Ausweitung des Angebotes war aufgrund der aufwendigen Bestellung, Verwaltung und Lagerung des Bestandes nach Museumsangaben nicht möglich. So waren zum Beispiel bei nur 500 Stück pro Motiv bereits Lagerkapazitäten für etwa 70.000 Drucke erforderlich.

Die Auswahl des gewünschten Motivs geschieht mittels einfacher Stichwortsuche nach Künstler, Motiv oder beidem. Über den Monitor wird dann das Bild und der jeweilige Preis angezeigt. Bestätigt der Besucher die Auswahl, druckt das System einen Barcode-Beleg, mit dem an der Kasse des Museumsladens bezahlt wird. Das Scannen des Barcodes löst einen automatischen Arbeitsablauf aus, der Druck, Bezahlung und Rechnungsstellung umfasst.

Bis 2004 soll das Angebot des Print-on-Demand-Kiosks alle 2.300 Gemälde umfassen. Als weiteren Schritt will das Museum das Print-on-Demand-Angebot auch auf die Internetseite ausdehnen – mit internationalem Liefer-Service.


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