Abo
  • IT-Karriere:

SCO verlangt ab 699,- US-Dollar pro Linux-Server und CPU

SCO nennt Einführungspreise für seine "Linux-Lizenz"

Die SCO Group hat weitere Details zu ihrem geplanten Lizenzprogramm für Linux veröffentlicht. Das Unternehmen bietet ab sofort mit der "SCO Intellectual Property License for Linux" eine so genannte Run-Time-Lizenz für Linux an, die es erlaubt, Linux einschließlich dem von SCO beanspruchten Code im Linux-Kernel in binärer Form zu verwenden. Allerdings sind die von SCO erhobenen Ansprüche bislang nicht bewiesen und nach Ansicht von Linux-Vertretern rechtlich sehr fragwürdig.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach Ansicht von SCO enthält Linux urheberrechtlich geschützten Code von SCO, was Linux in Augen von SCO zu einem unerlaubten Unix-Derivat macht. Wer Linux legal nutzen will, müsse - so SCO - eine entsprechende "SCO Intellectual Property License for Linux" erwerben. Damit sei es gestattet, die in Linux-Distributionen enthaltenen binären Versionen des Linux-Kernels zu verwenden. Betroffen sind laut SCO die Linux-Kernel ab Version 2.4.x.

Stellenmarkt
  1. Hornbach-Baumarkt-AG, Bornheim bei Landau Pfalz
  2. HRG Hotels GmbH, Berlin

Nach SCOs Ansicht verstößt die angebotene Lizenz nicht gegen die GNU General Public License unter der der Linux-Kernel veröffentlicht wurde, da die von SCO angebotene Lizenz sich ausschließlich auf eine Verwendung der bereits kompilierten Kernel bezieht.

"Wir haben zahlreiche Dateien mit unlizenziertem Code aus dem UNIX System V und entsprechenden Derivaten in Linux-Kerneln der Reihen 2.4 und 2.5 identifiziert", so Chris Sontag, Senior Vice Präsident und General Manager von SCOsource. "Wir glauben, es ist für Linux-Nutzer notwendig, SCOs geistiges Eigentum korrekt zu lizenzieren, wenn die den Linux 2.4 als auch neuere Versionen kommerziell einsetzen. Die Lizenz erlaubt, dass Kunden ihre binären Versionen von Linux nutzen können, ohne dabei gegen die Rechte an SCOs geistigem Eigentum zu verstoßen."

SCO bietet seine Linux-Lizenz bis zum 15. Oktober 2003 zum Einführungspreis von 699,- US-Dollar für Systeme mit einer CPU an; danach soll der Preis auf 1.399,- US-Dollar klettern. Für Multi-Prozessor-Systeme liegen die Einführungspreise zwischen 1.149,- US-Dollar für zwei CPUs und 4.999,- US-Dollar für acht Prozessoren. Jede weitere CPU schlägt mit 749,- US-Dollar zu Buche. Lizenzen für Desktop-Systeme mit einer CPU sollen zunächst 199,- US-Dollar kosten, für Embedded-Systeme werden je Prozessor 32,- US-Dollar fällig.

Die Lizenzgebühren will SCO explizit von den Nutzern erheben, nicht von Geräte-Herstellern oder Linux-Distributoren.

Als erster der großen Linux-Distributoren hat Red Hat am Montag angekündigt, gegen SCO wegen deren Vorgehen zu klagen. Red Hat will auf diesem Weg demonstrieren, dass Red Hats Techniken keine Rechte von SCO verletzen und zugleich SCO für die - nach Auffassung von Red Hat - ungerechtfertigt erhobenen Ansprüche zur Rechenschaft ziehen.

SCO wies die Anschuldigungen von Red Hat unterdessen zurück. Red Hats Klage zeige nur, dass die Linux-Entwickler nicht in der Lage oder nicht Willens seien, den Code zu überprüfen.

Das OSDL hat unterdessen eine Einschätzung der rechtlichen Situation von Professor Eben Moglen veröffentlicht, der SCOs Vorgehen als unbegründet zurückweist und keinen Grundlage für SCOs Lizenzprogramm sieht.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Speedlink Velator Gaming-Tastatur für 9,99€, Deepcool New Ark Gehäuse für 249...
  2. 104,90€
  3. 339,00€ (Bestpreis!)

Andre 07. Aug 2003

..... nö, sicher nicht. Macht Microsoft ja schon lange: Microsoft Services for Unix

angelone 07. Aug 2003

sollten sich diese preise durchsetzen werde ich mit freuden meine ganzen systeme illegal...

weirdmf 07. Aug 2003

Ist ein alter Hut mit sooooooooo einem langen Bart und ein Fake! weirdmf P.S. www...

LamaiDama 07. Aug 2003

auch wenn das hier jetzt weit hergeholt klingt aber ich könnte jede wette eingehen dass...

:D 07. Aug 2003

Einfach lächerlich, was SCO da abzieht. . . Ich glaub ich brauch darauf nicht näher...


Folgen Sie uns
       


Golem.de probiert 5G in Berlin aus - Bericht

Wir probieren 5G in Berlin-Adlershof aus.

Golem.de probiert 5G in Berlin aus - Bericht Video aufrufen
Apple TV+: Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
Apple TV+
Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig

Bei so einem mickrigen Angebot hilft auch ein mickriger Preis nicht: Apples Streamingdienst hat der Konkurrenz von Netflix, Amazon und bald Disney nichts entgegenzusetzen - und das wird sich auf Jahre nicht ändern.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Disney-Chef tritt aus Apple-Verwaltungsrat zurück
  2. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat
  3. Videostreaming Apple TV+ startet mit fünf Serien für 10 US-Dollar monatlich

Surface Hub 2S angesehen: Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt
Surface Hub 2S angesehen
Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt

Ifa 2019 Präsentationen teilen, Tabellen bearbeiten oder gemeinsam auf dem Whiteboard skizzieren: Das Surface Hub 2S ist eine sichtbare Weiterentwicklung des doch recht klobigen Vorgängers. Und Microsofts Pläne sind noch ambitionierter.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Microsoft Nutzer berichten von defektem WLAN nach Surface-Update
  2. Surface Microsofts Dual-Screen-Gerät hat zwei 9-Zoll-Bildschirme
  3. Centaurus Microsoft zeigt intern ein Surface-Gerät mit zwei Displays

Acer Predator Thronos im Sit on: Der Nerd-Olymp
Acer Predator Thronos im Sit on
Der Nerd-Olymp

Ifa 2019 Ob wir es nun den eisernen Thron oder den Sitz der Götter nennen: Der Predator Thronos von Acer fällt auf dem Messestand des Herstellers schon auf. Golem.de konnte den skurrilen Stuhl ausprobieren. Er ist eines Gaming-Kellers würdig.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Nitro XV273X Acer baut ersten Monitor mit IPS-Panel und 240 Hz
  2. Acer Beim Predator-Notebook fährt die Tastatur wie eine Rampe aus
  3. Geräte für Mediengestalter Acer gibt Verfügbarkeit der Concept-D-Laptops bekannt

    •  /