Spieletest: Iridion II - Rasantes Shoot'em-Up für GBA
Neuer Titel des Münchner Entwicklers Shin'en. Mitte 2001 veröffentlichte das in München ansässige Entwicklerteam Shin'en mit "Iridion 3D" ein Shoot'em-Up für den Game Boy Advance, das auf Grund fantastischer Grafik und beeindruckender Sound-Kulisse hinsichtlich der Präsentation voll und ganz überzeugte, spielerisch allerdings einige Mängel aufwies. Beim seit kurzem erhältlichen "Iridion II" wiederholte man diese Fehler allerdings nicht, sondern schuf eines der derzeit besten vertikal scrollenden Ballerspiele für Nintendos Handheld-Konsole.
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Wie aus unzähligen klassischen Shootern bekannt, steuert man auch in "Iridion II" einen Raumgleiter, der sich in insgesamt 15 Leveln unzähliger, von oben nach unten bewegender Feindmassen entledigen und dabei generischem Kugelhagel und diversen Hindernissen ausweichen muss. Zwar besitzt man ein Schild, das ein paar Treffer verträgt – sobald die eigene Energie am Ende ist, muss allerdings vom Level-Anfang neu begonnen werden.
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Das Schiff verfügt über diverse Waffensysteme, die im Verlauf der Level bis zu drei Mal aufgerüstet werden können und dann natürlich deutlich mehr Schaden anrichten. Für einige Aufgaben benötigt man diese erhöhte Feuerkraft auch dringend, etwa wenn man sich durch eine Blockade hindurchballern muss oder aber bestimmte Tore freischießen will. Am Ende des Levels wartet dann immer noch ein Bossgegner, dessen Feuer- und Bewegungsverhalten man vor allem in den späteren Leveln gut verinnerlichen muss, um eine Sieges-Chance zu haben.
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Angesichts der Gegnermassen fällt es generell manchmal schon schwer, keinen Treffer abzubekommen – wenn mehr als ein Schwarm böser Sonden den GBA-Bildschirm bevölkert, hat man auch bei sehr flinken Reaktionen nur wenig Chancen, "unverletzt" zu bleiben. Hilfreich ist da allerdings eine Art "Super-Bombe", mit deren Hilfe sich sämtliche gerade auf dem Bildschirm befindlichen Gegner ausschalten lassen. Zudem ist der (in drei Stufen regelbare) Schwierigkeitsgrad dennoch niedriger als bei vielen anderen Profi-Shoot'em-Ups, und wirklich unfaire Stellen gibt es im Spiel auch nicht. Des Weiteren kann man zu Beginn ein kleines Tutorial absolvieren, in dem man den Umgang mit dem Raumgleiter und seinen Waffensystemen übt.
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Neben dem Abenteuer-Modus, in dem man zwischen den einzelnen Missionen immer in kleinen Sequenzen die Hintergrundgeschichte erzählt bekommt, wird auch ein Arcade-Modus geboten, in dem es darum geht, in den im Adventure-Modus bereits erfolgreich absolvierten Missionen neue Highscores aufzustellen und versteckte Bonus-Level zu finden. Wer eine besonders hohe Punktzahl erhält, kann die dann auch auf der Website zum Spiel angeben und sich mit anderen GBA-Spielern weltweit messen.
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Einen Multiplayer-Modus haben die Entwickler dem Titel leider nicht spendiert, zudem verfügt das Modul über keinen Batterie-Speicher – man muss sich also nach jedem Level ein fünfstelliges Passwort notieren, um beim nächsten Mal nicht von ganz vorne beginnen zu müssen. Optisch und akustisch macht das Spiel dafür wieder sprachlos – so schöne Grafiken (inklusive sehr einfallsreicher und abwechslungsreicher Hintergründe) und so vielseitige Musik (über zwanzig komplette Songs) haben nur wenige GBA-Titel zu bieten.
Fazit: Musste man "Iridion 3D" noch als einen kleinen "Blender" bezeichnen, der mit imposanter Optik versuchte, Schwächen im Gameplay zu vertuschen, ist "Iridion II" voll und ganz gelungen – hier stimmen Spielbarkeit und Präsentation. Wer mit Wehmut an die unzähligen großartigen Ballerspiele auf SNES und Konsorten zurückdenkt, sollte hier zugreifen.