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Angetestet: PlanetSide - Der ewige Online-Krieg

Mehrspieler-Massenschlacht für Shooter-Fans. Sony Online Entertainment bietet mit PlanetSide einen Online-Spielplatz für Fans von netzwerkfähigen 3D-Shootern. Im Unterschied zu den typischen Vertretern dieses Genres bietet PlanetSide allerdings Rund-um-die-Uhr-Kämpfe zwischen drei verfeindeten Fraktionen, die um die Weltherrschaft ringen. Jede der parallelen, identischen Spielwelten verkraftet mehrere Tausend Spieler, die sich zu Lande und in der Luft mit futuristischen Waffen und Fahrzeugen malträtieren können, um Basen, einzelne Areale und schließlich ganze Kontinente einzunehmen.
/ Christian Klaß
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In PlanetSide steht Team-Arbeit an oberster Stelle; wer alleine loszieht, wird schnell ins virtuelle Gras beißen, wenn organisierte Teams mit bis zu 10 Mitgliedern Jagd auf Gegner machen. Wer zudem dazu tendiert, lieber auf seine Kameraden zu schießen, wird durch das Spielsystem bestraft – er darf etwa für eine Zeit lang nicht mehr schießen oder muss auf bestimmte Ausrüstung verzichten. Je mehr Erfahrung im Kampf hingegen durch das Zerstören von Gegnern und deren Ausrüstung gesammelt wird, um so mehr Gegenstände darf man später aus dem Hauptquartier entleihen. Wer als "Squad-Leader" agiert, der ergattert mit wachsenden Erfolgen hingegen die Möglichkeit, mit anderen Teams gebietsübergreifend kommunizieren zu können oder Wegpunkte für das eigene Team festzulegen.

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Die zur Verfügung stehenden Waffen – vom Messer über das Sturmgewehr bis zum Raketenwerfer – erinnern stark an das von anderen Shootern bekannte Arsenal. Darüber hinaus gibt es allerdings noch verschiedene bewaffnete Geländefahrzeuge, Exoskelette, einen Panzer und Kampfgleiter, deren Nutzungserlaubnis erst verdient werden muss. Selbst ein mobiles "Wiedererweckungsfahrzeug" steht zur Wahl, so dass die virtuellen Soldaten direkt vor Ort und nicht erst im Hauptquartier oder in eroberten Stützpunkten wiederbelebt werden und mühsam zum jeweiligen Schlachtfeld reisen müssen. Trainiert werden kann die Waffen- und Fahrzeugnutzung in Trainings-Centern im Hauptquartier. Auch ohne vorherige Ansammlung von Nutzungszertifikaten dürfen hingegen die Positionen der Kanoniere besetzt und Platz im Truppentransporter belegt werden – zumindest wenn der Fahrer den Zugang nicht gesperrt hat.

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Nicht nur Waffen und Fahrzeuge, sondern auch andere Ausrüstungsgegenstände und die Fähigkeit diese zu nutzen, spielen eine wichtige Rolle in PlanetSide. Gebäude können nur eingenommen werden, wenn deren Computer geknackt werden können, etwa um Türen zu öffnen oder die Energieversorgung wieder instand zu setzen. Auch die Reparatur von Fahrzeugen ist wichtig, damit diese nicht dauernd ausfallen und dem Team damit der Fußmarsch erspart wird. Mittels medizinischer Ausrüstung können Verwundete zudem wieder auf die Beine gebracht werden. Handfeuer- und Fahrzeugwaffen lassen sich zudem nur nutzen, wenn auch genügend Munition vorhanden ist.

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Die Bedienoberfläche von PlanetSide ist recht komplex: Neben der üblichen, recht vertrauten Shooter-Steuerung per Maus und Tastatur gibt es noch einen weiteren Maussteuerungsmodus, der für die Nutzung von Computer- und Ausrüstungs-Konsolen im Spiel benötigt wird. Hier werden Inventar, Fertigkeits-, Squad- und Ausrüstungs-Einstellungen vorgenommen. Chatten ist in beiden Steuermodi möglich, wobei immer gewählt werden kann, wessen Nachrichten man gerade sehen bzw. mit wem man kommunizieren will. Falls es im Gefecht mal zeitlich nicht fürs Chatten reicht, können auch festgelegte kurze Grunzer, Freudenschreie oder sonstiges Verbalgehabe per Tastendruck abgespielt werden. Es bedarf schon etwas Einarbeitungszeit, um alle Feinheiten der PlanetSide-Steuerung zu beherrschen.

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Das Finden oder Gründen eines eigenen Teams erfolgt in der Regel noch im Hauptquartier, allerdings ist mitunter Geduld gefragt. Ein sofortiges Loslegen gibt es nur mit erfahrenen Teams, bei denen die Rollen bereits verteilt sind und man nicht erst alle zusammentrommeln und dazu bringen muss, in den Truppentransporter einzusteigen und auch sitzen zu bleiben, bis man am Ort des Geschehens angekommen ist. Damit sich auch eingespielte Teams gründen können, gibt es für Team-Mitglieder die Möglichkeit, sich zu einem Outfit zusammen zu schließen, dann informiert zu werden, sobald die anderen online sind, um so deutlich leichter zueinander zu finden. Wer dem entgehen will, kann auch den Instant-Action-Modus aktivieren, der einen existierenden Spielcharakter direkt an den Schauplatz des letzten Kampfes bzw. zu einem von ranghohen Spielern gesetzten Punkt auf der Karte versetzt. Dann muss man allerdings mit der Ausrüstung vorlieb nehmen, die man bereits hat und kann sich nicht an die Gegebenheiten anpassen.

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Die Grafik von PlanetSide ist ordentlich, setzt allerdings keine Maßstäbe – weder bei den Effekten, noch beim Design der verschiedenen 3D-Gegenstände. Dafür gibt es aber auch eine ausgedehnte, in Zonen aufgeteilte Karte, die recht weitläufig ist. Beim Sound gibt es ebenfalls nichts Besonderes zu berichten. Technisch leidet PlanetSide – trotz eigener Welt speziell für europäische Spieler – mitunter an Netzwerk-Problemen. Im Spiel können schon mal Aussetzer bzw. heftige Ruckler auftreten, die natürlich während Gefechten sehr unangenehm sind. Zudem gab es zumindest für die Spieler des "New Conglomerate", einer der drei verfeindeten Fraktionen, einen Bug im Tutorial, der eine tiefere Einarbeitung ins Spiel erschwert. Zudem kann das Tutorial kurioser Weise nur genutzt werden, wenn die SOE-Server online sind und die Authentifizierung erfolgreich war. Eine Möglichkeit Fehler zu melden und Hilfe zu bekommen, gibt es nicht direkt über eine Ingame-Hilfe sondern über Sonys Spiele-Website Station.com. Dort verläuft alles weitgehend automatisiert – mit Menschen hat man nicht wirklich viel zu tun. Einen Hinweis, wie man im Ernstfall einen Game-Master zu Hilfe ruft, fand sich im Handbuch nicht.

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PlanetSide ist seit Mitte Juli 2003 für 50,- Euro inklusive einem Freimonat für Windows-PCs erhältlich. Danach werden pro Monat 13,- US-Dollar fällig, die über die Kreditkarte abgebucht werden. Bei einer längeren Bindung sinkt die Abonnementgebühr leicht, zudem kann für 22,- US-Dollar pro Monat das gesamte Online-Spiele-Angebot von SOE genutzt werden, darunter auch Everquest. Wer sich das nur mit eingedeutschtem Handbuch ausgelieferte, aber ansonsten englischsprachige Spiel PlanetSide vor dem Kauf anschauen möchte, findet auf FilePlanet.com derzeit eine 7-Tage-Testversion(öffnet im neuen Fenster) zum Download. Eine Umsetzung von PlanetSide an andere Systeme ist nicht geplant, so SOE.

Fazit:
PlanetSide bietet ordentliche und rasante Massenspieler-Action, ausgedehnte Schlachtfelder sowie die Möglichkeiten zum gemeinsamen Taktieren, was für Shooter-Fans ihren Reiz haben dürfte. Es stellt sich jedoch die Frage, ob PlanetSide auch langfristig Spaß bieten kann, wenn Sony nicht noch weitere Ziele und Anreize schafft, um das stete Eroberungs-Hin-und-Her spielerisch interessanter zu machen. Ansonsten wird der Shooter-Fan wohl bald wieder zu Counterstrike und Konsorten zurückkehren, deren Titel nur einmal bezahlt werden müssen und ansonsten kostenlos gespielt werden können. Reine Online-Rollenspielfans brauchen sich PlanetSide übrigens nicht anschauen – mehr als eine Hintergrundgeschichte warum gekämpft wird, existiert nicht.


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