Abo
  • IT-Karriere:

WindowsCE-PDAs für sicheren Unternehmenseinsatz ungeeignet

Studie im Auftrag des Bundesinnenministeriums ergab keine empfehlenswerte Lösung

Nach einer Studie der TU Berlin existiert derzeit keine uneingeschränkt empfehlenswerte Gesamtlösung für den sicheren Einsatz von WindowsCE-Geräten in Unternehmen und Verwaltungen. Im Auftrag des Bundesinnenministeriums untersuchten die Forscher gängige Produkte für die Anbindung mobiler Endgeräte an ein Unternehmens-Intranet.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Ziel der Studie war es, Möglichkeiten des Datenabgleichs wie etwa E-Mails, Adressdaten und Kalender zwischen einem WindowsCE-Gerät und der stationären IT-Infrastruktur unter Berücksichtigung von Sicherheit, Management, Bedienbarkeit und Kosten zu überprüfen. Als Szenarien wurde die Direkteinwahl und die Anbindung über Mobilfunknetze getestet. Im Auftrag des Bundesministeriums des Innern ging das Institut für Wirtschaftsinformatik an der TU Berlin von November 2002 bis Mai 2003 dieser Frage nach.

Stellenmarkt
  1. BavariaDirekt, München
  2. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut

So ergab die Studie, dass WindowsCE-Geräte mit der Betriebssystem-Version PocketPC im Auslieferungszustand ohne zusätzliche Software aus Sicherheitsgründen nicht einsetzbar seien. Die momentan erhältliche und von der TU Berlin getestete Zusatz-Software löse einige, aber keinesfalls alle Schwächen der Plattform. Der Test wurde mit den WindowsCE-Modellen iPAQ H3970 und iPAQ H5450 von Hewlett-Packard durchgeführt.

Mobile Endgeräte müssen aus Sicherheitsgründen durch die IT-Abteilung zentral administriert werden. Dafür sei aber keine Administrationskomponente verfügbar, die den notwendigen Leistungsumfang biete und dabei keine neuen Sicherheitsprobleme schaffe, so das Ergebnis. Zudem führe die Integration verschiedener Sicherheitslösungen zwar zu einem sicheren Gesamtsystem, hinterlasse aber ein Flickenwerk unterschiedlichster Produkte. Die Bedienbarkeit überfordere dann einen durchschnittlichen Anwender und erzeuge hohen Aufwand für die Administratoren.

Projektleiter Raphael Leiteritz fasst die Ergebnisse so zusammen: "Grundsätzlich glauben wir, dass der Einsatz mobiler Endgeräte im professionellen Einsatz zukünftig eine große Rolle spielen wird. Sie haben das Potenzial, ein 'mobiles Büro' möglich zu machen." Er schränkt aber ein: "Bei genauerer Prüfung mussten wir allerdings feststellen, dass die Technologie immer noch in den Kinderschuhen steckt."

Bernd Lutterbeck, Professor am Institut für Wirtschaftsinformatik, über die Bedeutung der Studie: "Die Studie ist, soweit uns bekannt, die umfassendste Arbeit über Chancen und Risiken des professionellen Einsatzes mobiler Endgeräte überhaupt. Wir würden uns freuen, wenn sie eine Grundlage für die weitere Forschung zu dem Thema darstellt und danken dem Bundesinnenministerium für die Möglichkeit, diese Studie zu publizieren."

Eine Presseversion der Studie mit knapp 270 Seiten Umfang steht als PDF-Download auf den Seiten der TU Berlin bereit.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 15,99€
  2. 29,99€
  3. (-25%) 44,99€
  4. 25,99€

tux ist schwul 05. Aug 2003

tux gelaber

eT 04. Aug 2003

tja, und bei solch einer datenlage stoppen die deppen von sharp den vertrieb des zaurus...

Michael Lamik 04. Aug 2003

Schon mal etwas von SBC gehört, man kann super einen SBC Client auf einem Windows CE...

Woithe 04. Aug 2003

Vielleicht sollten die hochqualifizierten Mitarbeiter der TU-Berlin mal aufhören Hardware...

bilcher, markus 04. Aug 2003

es gibt auch das ganz hervorragende ZenWorks von Novell zur gemeinsamen...


Folgen Sie uns
       


E-Bike-Neuerungen von Bosch angesehen

Neue Motoren und mehr Selbstständigkeit für Boschs E-Bike Systems - wir haben uns angesehen, was für 2020 geplant ist.

E-Bike-Neuerungen von Bosch angesehen Video aufrufen
Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

Indiegames-Rundschau: Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten
Indiegames-Rundschau
Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

In Stone Story RPG erwacht ASCII-Art zum Leben, die Astronauten in Oxygen Not Included erleben tragikomische Slapstick-Abenteuer, dazu kommen Aufbaustrategie plus Action und Sammelkartenspiele: Golem.de stellt neue Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Von Bananen und Astronauten
  2. Indiegames-Rundschau Verloren im Sonnensystem und im Mittelalter
  3. Indiegames-Rundschau Drogen, Schwerter, Roboter-Ritter

Erdbeobachtung: Satelliten im Dienst der erneuerbaren Energien
Erdbeobachtung
Satelliten im Dienst der erneuerbaren Energien

Von oben ist der Blick auf die Erde am besten. Satelliten werden deshalb für die Energiewende eingesetzt: Mit ihnen lassen sich beispielsweise die Standorte für Windkraftwerke oder Solaranlagen bestimmen sowie deren Ertrag prognostizieren.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Rocketlab Kleine Rakete wird wiederverwendbar und trotzdem teurer
  2. Space Data Highway Esa bereitet Laser-Kommunikationsstation für den Start vor
  3. Iridium Certus Satelliten-Breitbandnetz startet mit 350 bis 700 KBit/s

    •  /