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Kritik an Online-Aktivitäten des ZDF

Dennoch keine Änderung der Internetauftritte geplant. Art und Umfang der Online-Angebote vom ZDF stehen weiter in der Kritik. Für das Nachrichtenmagazin Focus beurteilt der Leipziger Medienrechtler Christoph Degenhart die Webseite www.leuteheute.de als "eindeutig rechtswidrig" . Die ZDF-Seite zu Nina Ruges Sendung führt zu einem Online-Angebot der Parfümerie-Kette Douglas – mit "Leute heute"-Logo und ZDF-Beiträgen.
/ Andreas Donath
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Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger begrüßte die jüngst von der Ministerpräsidentenkonferenz verabschiedeten Einschränkungen für die Internet-Auftritte der öffentlich-rechtlichen Sender als "wichtigen Schritt" , die bestehenden Wettbewerbsverzerrungen abzubauen. Schon zu lange betrieben ARD-Anstalten und ZDF im Netz Aktivitäten, die nichts mit dem TV-Programm zu tun hätten, so BDZV-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schulze. Mit Spannung und Ungeduld würden die Zeitungsverleger jetzt auf die von den Ministerpräsidenten geforderten Selbstverpflichtungen von ARD und ZDF warten, so der Verband.

Ungeachtet der Kritik wollen weder das ZDF noch die ARD ihr derzeitiges Internet-Angebot künftig verändern. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer hatten sich Ende Juni 2003 auf den 7. Rundfunkänderungsstaatsvertrag geeinigt, nach dem die Online-Dienste von ARD und ZDF künftig rein programmbezogen sein müssen. Derzeit genügt es, wenn sie vorwiegend diese Eigenschaft erfüllen. Werbung und Sponsoring bleiben verboten.

Die neue Regelung soll zum 1. April 2004 in Kraft treten. Der SWR-Intendant und ARD-Online-Chef Peter Voß sieht laut Focus "keine Veranlassung, gesondert etwas 'auf den Prüfstand' zu stellen" .


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