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Sega reduziert seine Zahl an Spieleentwickler-Studios

Zusammenlegung von Studios - aber keine Entlassungen? Sega will im Rahmen einer bereits angekündigten Restrukturierung die Zahl seiner eigenständigen Spieleentwicklerstudios von 9 auf 6 reduzieren und noch 2003 ein weiteres Unternehmen mit dem Namen "Cinematic Online Games" gründen. Ursprünglich war die Zusammenlegung auf fünf Entwicklerstudios geplant, auf einer Vorstandssitzung vom 30. Juli 2003 entschied man sich jedoch für eine andere Struktur.
/ Christian Klaß
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Mit der Reorganisation soll die Produktvermarktung und die Entwicklung von Blockbuster-Titeln auch für den US- und Europa-Markt gestärkt und die Produktivität bei gleichzeitiger Kostensenkung gesteigert werden. Eine neue Holding-Gesellschaft soll die einzelnen Studios verwalten und zu 100 Prozent besitzen. Die entsprechenden Verträge für die Restrukturierung und Zusammenlegung zum 1. Oktober 2003 sollen am 18. August 2003 fertig sein und am 19. August auf einer Aktionärsversammlung zur Absegnung vorgelegt werden.

Zu den sechs verbleibenden Sega-Studios zählen Amusement Vision, Hitmaker, Sonic Team, Smilebit, Sega-AM2 und Wow Works. In das bestehende Studio Hitmaker (Crazy Taxi, Virtual On) wird das für Sega Ralley und NASCAR Arcade verantwortliche Studio Sega Rosso integriert. Mit dem Sonic Team (Sonic the Hedgehog, Phantasy Star Online) werden die Entwickler von Space Channel 5, die United Game Artists verschmelzen. Amusement Vision (Super Monkey Ball), Smilebit (Jet Set Radio) und Sega-AM2 (Virtua Fighter und Shenmue) bleiben hingegen in ihrer jetzigen Form bestehen, während Overworks (Sakura Wars, Shinobi) mit Wow Entertainment (House of the Dead, Vampire Night) zu Wow Works zusammengelegt werden.

Das neue Entwicklerstudio mit dem vorläufigen Namen Cinematic Online Gaming soll zeitgleich zur Zusammenlegung der anderen Studios im Oktober 2003 seine Arbeit aufnehmen. Geleitet wird das 22 Angestellte starke Unternehmen vom Sega-Starprogrammierer Yu Suzuki, dem Vater von Shenmue. Zwar wurden noch keine Details genannt, doch alleine der vorläufige Firmenname und die Nennung von Suzuki lassen auf Multiplayer-Online-Welten mit der grafischen Qualität von Shenmue hoffen.

Entlassungen scheint Sega im Rahmen der Neustrukturierung der Spieleentwicklung unterdessen nicht zu planen.


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