OSDL bezieht Stellung zu SCOs Vorwürfen

Eben Moglen weist im Namen des OSDL die Ansprüche von SCO zurück

Das Open Source Development Lab (OSDL) hat auf SCOs Lizenzforderungen gegenüber Linux-Nutzern reagiert und eine Stellungnahme veröffentlicht. In dem Papier weist Professor Eben Moglen die Vorwürfe seitens SCO zurück und sieht keine Grundlage für die Lizenzforderungen, die das Unternehmen gegenüber Linux-Nutzern erhebt. Das OSDL will mit dieser Stellungnahme Linux-Nutzern die Angst vor möglichen rechtliche Konsequenzen nehmen.

Artikel veröffentlicht am ,

Moglen geht gezielt auf die von SCO erhobene Ansprüche in Bezug auf Linux ein und beleuchtet diese aus rechtlicher Sicht. Zwar darf das Papier nicht als Rechtsberatung verstanden werden, es grenzt aber die in diesem Zusammenhang aufkommenden Kernfragen ein, die Unternehmen und Entwickler mit ihren Anwälten diskutieren sollten.

Inhalt:
  1. OSDL bezieht Stellung zu SCOs Vorwürfen
  2. OSDL bezieht Stellung zu SCOs Vorwürfen

Moglen weist darauf hin, dass SCO bisher weder Klage gegen Nutzer eingereicht noch Informationen darüber veröffentlicht hat, welcher Code möglicherweise gegen die Rechte von SCO verstößt. So behauptet SCO, dass beispielsweise der SMP-Code in Linux die eigenen Urheberrechte verletze. Dieser stammt in erster Linie aber von Kernel-Entwicklern, die von Red Hat und Intel angestellt sind. SCO habe weder genau gezeigt, welcher Code von diesen Entwicklern angeblich kopiert worden ist, noch habe SCO diese Ansprüche gegenüber deren Arbeitgebern angemeldet.

Stattdessen erhebt SCO Lizenzforderungen von Nutzern. Doch in aller Regel benötigen Nutzer urheberrechtlich geschützter Werke keine Lizenzen, so Moglen. Der US-Copyright-Act gebe Urhebern zwar gewisse exklusive Rechte, beispielsweise um Werke zu kopieren, zu modifizieren oder Abwandlungen zu erstellen und zu verbreiten, nicht aber das exklusive Recht Werke zu nutzen. Niemand benötige eine Lizenz, um eine Zeitung zu lesen, Musik zu hören, beim Lesen der Zeitung jemandem über die Schulter zu schauen oder die Musik vom Nachbarn "mitzuhören".

Software-Nutzer seien dabei oft verunsichert, schließlich wird Software in der Regel mit beiliegenden Verträgen verkauft, denen der Nutzer zustimmen muss, bevor er die Software verwenden darf. Dies habe aber nichts damit zu tun, dass das Urheberrecht eine solche Lizenz erfordere.

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Michael 06. Aug 2003

Es geht nicht darum, den User zu belangen; es wird ihm schlicht untersagt, den Code zu...

Elmar 06. Aug 2003

Das Promi-Beispiel gefällt mir. Ist bis dato der beste Vergleich...

xelP 05. Aug 2003

Das hast du gut erkannt, ich dachte ein bischen fun muss sein. Ich hab mal gehört, dass...

derich 04. Aug 2003

Doppelt hält besser? "noch >>habe habe<< SCO diese Ansprüche gegenüber deren Arbeitgebern...

Friendly 04. Aug 2003

Es scheint mir mehr ein Witz, denn ein Troll zu sein.



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