OmniGlobe - 360-Grad-Display für sphärische Darstellung
Das Videosignal des Projektors leuchtet durch ein Loch im aus Acryl bestehenden Globus, wird von einem intern angebrachten, elipsoiden Streuspiegel reflektiert und trifft dann auf die Innenseite der Kugel. Aufgrund der besonderen Geometrie müssen die Bilder für die sphärische Projektion aufbereitet werden: Während in der Nähe eines "Pols" darzustellende Pixel auf einen einzelnen Punkt in der Projektion komprimiert werden, werden die des anderen "Pols" um die Außenseite des Projektionsbilds gelenkt. Da einige Bereiche des Projektionsbilds optisch weiter entfernt vom Projektor sind als andere, werden diese mit stärkerer Leuchtintensität dargestellt, um eine gleichmäßige Darstellungshelligkeit in der Kugel zu erreichen. Da der LCD-Projektor im Standfuß des Kugel-Displays steckt, soll die Installation und die Justierung der Optik des OmniGlobe vergleichsweise einfach sein.
Die Display-Technik soll den Erfindern zufolge für verschiedene Einsatzgebiete geeignet sein und von der Darstellung weltweiter Finanzentwicklungen oder dem Internet-Datenverkehr über die Darstellung der Daten von rund um die Welt platzierten Sensoren bis hin zur räumlichen Kartendarstellung geographischer Informationssysteme (GIS) reichen. Eine geschrumpfte Version des OmniGlobe könnte laut ARC auch in Schulen eingesetzt werden, damit etwa Lehrer in Echtzeit politische Karten der Geschichte aufrufen, steuern und so Entwicklungen veranschaulichen können.
Auf seiner Website nennt ARC den Preis für das 60-Zoll-Modell (rund 1,5 Meter Durchmesser), welches für unter 100.000 US-Dollar zu haben ist. Den Preis für das ebenfalls angebotene 80-Zoll-Modell gab ARC nicht an. Der Bau erfolgt jeweils nur auf Bestellung und nach Kundenwünschen, die Fertigungszeit betrage – je nach technischer Komplexität – 2 bis 4 Monate. Käufern, die nur eine Halbkugel benötigen, bietet ARC den an Wand oder Decke anzubringenden DayGlobe, der in der 60-Zoll-Ausführung unter 70.000 US-Dollar kosten soll. Die Glühbirnen im verbauten LCD-Projektor sollen 1.000 bis 2.000 Stunden halten und bei Ausfall rund 600,- US-Dollar kosten. Im Kugel-Display-Preis enthalten sind jeweils die benötigte Hard- und Software zum Betrieb, nicht jedoch die Inhalte. Letztere kann man mittels konventioneller Grafiksoftware selber erstellen oder ARC damit beauftragen.
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