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ElectAura-Net - Mensch und Teppich als Breitband-Netz

Lösung für Inhouse-Vernetzung von mobilen Geräten und stationärem Netzwerk. Mit "ElectAura-Net" hat Masaaki Fukumoto von NTT DoCoMo Multimedia Labs auf der Siggraph 2003 eine neue Technik demonstriert, die mobile Geräte auch ohne Datenfunk (im herkömmlichen Sinn) und Kabel mit dem Inhouse-Netzwerk verbinden soll. Dabei werden elektrische Felder am menschlichen Körper und dem Fußboden als Übertragungsmedium genutzt, um Daten mit hoher Geschwindigkeit auszutauschen.
/ Christian Klaß
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Der Mensch und ein spezielles Teppichmaterial dienen dabei im Grunde als Netzwerkkabel, wobei der Teppich in weniger als einen Meter große "Kommunikationszellen" eingeteilt werden kann, um somit viele Nutzer gleichzeitig vernetzen zu können. ElectAura-Net soll Breitband-Datenraten von bis zu 10 Mbps erreichen und außerdem noch eine metergenaue Positionierung möglich machen, welche für eine "Überall"-Kommunikation nötig sei.

Ähnliche Projekte gibt es bereits, etwa wenn Geräte zweier Nutzer während des Händeschüttelns Daten miteinander austauschen. Gegenüber diesen soll die NTT-DoCoMo-Technik jedoch den Vorteil der größeren Reichweite bis hin zum Fußboden besitzen. Mobile Geräte können so auch über den Teppich Daten miteinander austauschen. ElectAura-Net soll sich zudem durch seine sehr hohen Datenraten und hohe Sensitivität auszeichnen.

Das ElectAura-Net-Team arbeitet derzeit an einem miniaturisierten und noch schnelleren "Intrabody Communication System". Auch ein großes Fußboden-Netzwerk mit automatischer Kartengenerierung für ein allgegenwärtiges Kommunikationsnetzwerk, bei dem Menschen und Objekte miteinander vernetzt sind, nur weil sie auf einem Teppich stehen. Ziel ist es, ein Kommunikationsnetz zu entwickeln, in der jede Person und alle Objekte immer mit dem Netzwerk verbunden sind: Außerhalb von Gebäuden können reguläre Mobilfunknetzwerke und GPS genutzt werden, nur für den Innenbereich gibt es Fukumoto zufolge noch keine effektive Lösung. ElectAura-Net soll die Indoor-Hürden beseitigen und einen schnellen Netzwerkzugriff sowie akkurate Positionierung ermöglichen, heißt es in der Projektvorstellung auf der Siggraph-Website.

Zu den weiteren, auf der Siggraph präsentierten und erlebbaren "emerging technology"-Projekten zählten unter anderem ein Nahrungs-Simulator mit Force-Feedback-Technik, ein durchgehbares 3D-Rauch-Display, ein abgeschlossenes Kugel-Display, ein "Body-Brush" zum Gestalten dreidimensionaler Bilder mittels Bewegung des eigenen Körpers und eine elektro-haptische Hautschicht zum Erspüren künstlicher Objekte.


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