Food Simulator - Haptische Schnittstelle gaukelt Nahrung vor

Japanischer "Food Simulator" wurde auf der Siggraph 2003 in Aktion gezeigt

Mit dem "Food Simulator" hat Hiroo Iwata von der japanischen University of Tsukuba den wohl ersten Nahrungsmittel-Simulator auf der Siggraph 2003 (vom 27. bis 31. Juli 2003) vorgestellt. Bei dem in den Mund zu steckenden Gerät handelt es sich um eine haptische Schnittstelle, welche den Kauwiderstand, den Geschmack und die Geräusche von Nahrung nachempfindet.

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Food Simulator
Food Simulator
Die geschwungene Form der neuartigen Bissfestigkeits-Schnittstelle soll der Form des menschlichen Kiefers angepasst sein und den Widerstand von zuvor per folienartigem Drucksensor abgetasteter echter Nahrung nachempfinden. Das Profil der Bissfestigkeit wird durch die Kraftkontrolle des Food Simulators umgesetzt. Es können allerdings auch nicht-existierende Nahrungsmittel "nachempfunden" werden.

Um auch Geschmack und den Klang zerkauter Nahrung nachzuahmen, gibt es einen Mikro-Spender, der den chemischen Sinneseindruck aus fünf Basiselementen des Geschmacks synthetisiert: süß, sauer, bitter, salzig und umami (Geschmack protein-reicher Nahrung wie Fleisch und Käse). Die Bissgeräusche werden zuvor mit realen Lebensmitteln über ein Knochenvibrations-Mikrofon aufgenommen und mit dem Food Simulator synchron zur Kaubewegung des Nutzers über einen Knochenleitungs-Lautsprecher wiedergegeben. Der Geruch der Nahrung wird über einen Zerstäuber simuliert.

Als Anwendungszwecke für die kuriose Technik sieht Iwata etwa eine Hilfe für bissschwächere, ältere Menschen, die damit bei geringer Belastung der Zähne wieder stärker kauen lernen könnten - oder für jüngere Menschen, welche durch den Food Simulator verstehen könnten, wie schwer man es im Alter mit harter Nahrung haben kann. Die Nahrungsmittelindustrie wird mit dem Food Simulator laut Iwata den Kauwiderstand von neuen Produkten besser analysieren - und etwa die beste Form für die jeweilige Nahrung finden.

Abgesehen von diesen eher wissenschaftlichen Anwendungen soll der Food Simulator auch für Unterhaltung sorgen: Etwa wenn ein simulierter Keks plötzlich zu einem Gel wird und damit überraschende und witzige Erfahrungen geboten werden könnten, so Iwata. Ob es bereits Interesse an der Erfindung gibt, gab Iwata in der Projektbeschreibung zur weltweit wichtigsten Computergrafikfachmesse Siggraph nicht an. Dort konnten Wagemutige den Food Simulator bereits beißen und schmecken.

Zu den weiteren, auf der Siggraph präsentierten und erlebbaren "emerging technology"-Projekten zählten unter anderem ein durchgehbares 3D-Rauch-Display, ein abgeschlossenes Kugel-Display, ein "Body-Brush" zum Gestalten dreidimensionaler Bilder mittels Bewegung des eigenen Körpers, eine elektro-haptische Hautschicht zum Erspüren künstlicher Objekte und ElectAura-Net, eine Netzwerktechnik, die Geräte am menschlichen Körper per elektrischer Leitung über den Fussboden mit einem Datennetz auch mit hoher Geschwindigkeit (10 Mbps) vernetzen soll.

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Beisser 01. Aug 2003

Und der Cracker geht via man-in-the-middle in die Bestellung und macht aus der Pizza...

c.b. 01. Aug 2003

Vergiss den vernetzten Teppichboden nicht...:-)))

banzai 01. Aug 2003

für das virtual reality Erlebnis ein guter Ansatz. Zusätzlich zum Datenanzug noch das...

John Doe 01. Aug 2003

die Gay-bit home gibts doch gar nicht mehr...



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