Deutscher PC-Markt im 2. Quartal 2003 gering gewachsen
Mit 1,57 Millionen PCs machte der deutsche Markt aber immerhin 21 Prozent des gesamten westeuropäischen Marktes aus. Der Geschäftskunden-Bereich zeigte in Deutschland einen Zuwachs von 4,6 Prozent gegenüber 2002 während der Konsumenten-Markt in der selben Periode um 6,6 Prozent anstieg.
"Während andere Länder einen starken Zuwachs im Geschäftskunden-Bereich verzeichneten, hindert die allgemeine deutsche Wirtschaftslage eine solche Entwicklung" , so Meike Escherich, Analystin bei Gartner in London. "Nur dem Notebook-Bereich gelang Dank weiterer Preissenkungen ein Zuwachs von 35,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und das trotz geringerem Wachstum im Privatkunden-Bereich."
Marktführer im deutschen PC-Markt bleibt laut Gartner Fujitsu Siemens (275.585 Stück, 22 Prozent Wachstum) auch im 2. Quartal 2003 mit einem "gesunden Zuwachs" im Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Den zweiten Rang belegt Hewlett-Packard (176,274 Stück, +4,8 Prozent), der einzige Hersteller unter den Top 5, der im Großkundengeschäft wuchs. In den Top 5 ist diesmal außer Fujitsu Siemens nur ein weiterer deutscher Hersteller vertreten: Medion (144.750 Stück, +7.3 Prozent) verdankt seinen dritten Platz vor allem andauernden Werbeaktivitäten mit ALDI und Media Markt, so Gartner. Dell (107.010 Stück, +7,7 Prozent) sicherte sich weiterhin mit einem Marktanteil von 7 Prozent einen Platz unter den Top 5. An fünfter Stelle steht Acer (77.764 Stück, +13,5 Prozent), der seine Zuwächse vorwiegend dem Verkauf preisgünstiger Notebooks für Privatkunden verdanke.
"Der Verfall des Dollars geht gegenwärtig zu Lasten der örtlichen Assemblierer. Internationale Hersteller können vermehrten Preisdruck ausüben, während Actebis, Vobis, Medion und andere deutsche Hersteller trotz konstanter Verkaufszahlen fallende Umsätze verzeichnen" , so Escherich weiter. Gartner erwarte daher weitere Konsolidierungen in diesem Marktsegment.



