Spieletest: Ghost Master - Als Gespenst Menschen erschrecken
Witziges PC-Spiel von Vivendi Universal und Sick Puppies. Kreative Ideen sind auf dem Markt für PC-Spiele eher rar gesät, insofern stellt "Ghost Master" von Vivendi Universal eine erfreuliche Abwechslung dar: In diesem Spiel schlüpft man in die Rolle von Gespenstern – und versucht, so schnell wie möglich Menschen aus ihren angestammten Wohnsitzen zu vertreiben.
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Dabei ist diese Aufgabe gar nicht so einfach, wie sie sich zunächst anhört – dem jeweiligen Charakter entsprechend muss teilweise schon recht Beachtliches geleistet werden, damit das Opfer sich auch wirklich erschreckt und schnellstmöglich das Weite sucht. Glücklicherweise stehen einem dabei diverse Spukgesellen zur Verfügung. Auch wenn man zunächst einmal als Nachwuchsgeist beginnen und ein recht umfangreiches Tutorial absolvieren muss, kann man schon bald auf eine beachtliche Schar von Gespenstern zurückgreifen.
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Zu Beginn wählt man auf einer Stadtkarte aus, welches Haus man als nächstes heimsuchen möchte, wobei die Örtlichkeiten dabei durchaus verschieden sind – unter anderem kann man in einer Polizeistation oder einem Irrenhaus herumspuken. Hat man eine der recht umfangreichen Missionen erfüllt, öffnet sich ein weiteres Gebäude und steht für neue Geister-Attacken zur Verfügung.
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Vor jeder Mission wählt man die passenden Geister für die anstehenden Aufgaben aus, wobei man auf die Eigenheiten der jeweiligen Geister und ihre Einsatzmöglichkeiten Rücksicht nehmen muss. Man kann zwar auch auf eine vom Programm empfohlene Geisterkombination zurückgreifen, allerdings erhält man dann unter Umständen nur sehr mittelmäßige "Schreckwerte". In den Missionen können meist noch weitere Geister befreit und dann ebenfalls eingesetzt werden.
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Dem Spuk sind allerdings Grenzen gesetzt: Zwar lassen sich per simplem Mausklick alle möglichen Optionen der einzelnen Geister anzeigen, jede Aktion verschlingt allerdings Energie und lässt sich so nicht beliebig oft wiederholen. Durch erfolgreiches Agieren kann die Energie-Leiste aber wieder aufgefüllt werden. Auch weitere Elemente betonen die strategische Ausrichtung des Spiels – sämtliche Aktionen wollen gut geplant sein, da man sonst wenig Erfolg beim Vertreiben der Menschen hat und die Mission komplett von vorne beginnen muss – auf eine Speicherfunktion innerhalb der einzelnen Häuser wurde leider verzichtet.
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Grafisch präsentiert sich Ghost Master recht detailliert und übersichtlich, wie man es sich bei einem Spiel dieser Art auch wünscht. Besonders nett ist die Möglichkeit, bei Spuk-Aktionen in den Körper eines Geistes oder auch eines Menschen zu schlüpfen und so alles aus der Ego-Perspektive zu verfolgen.
Ghost Master ist derzeit für PC erhältlich. Voraussichtlich im November 2003 erscheint das Spiel auch für PlayStation 2 und Xbox.
Fazit: Vor allem die Grundidee von "Ghost Master" verdient Anerkennung – das Spiel überrascht im innovationsarmen PC-Spielemarkt mit einem erfrischend unverbrauchten Konzept. Spielerisch ist der Titel stellenweise dann zwar doch eher "gewöhnlich" und erinnert phasenweise an Programme wie "Dungeon Keeper" oder auch "Die Sims". Dem Spielspaß tut dies aber keinen Abbruch – sieht man mal von der ungünstigen Speicherfunktion und dem leider fehlenden Multiplayer-Modus ab.