Spieletest: Donkey Kong Country - Plattform-Hit für GBA
Umsetzung des Super-Nintendo-Klassikers. Der Game Boy Advance ist und bleibt eine wahre Fundgrube für Fans des Super Nintendo – mit "Donkey Kong Country" findet nun ein weiterer Hit der einstmals sehr erfolgreichen Heimkonsole seinen Weg auf das Nintendo-Handheld. Und auch fast zehn Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung macht das Jump&Run noch eine sehr gute Figur.
"Donkey Kong Country" erschien 1994 als Koproduktion von Nintendo und Rare und sorgte vor allem auf Grund der verwendeten Advanced-Computer-Modeling-Technik, die die Figuren dreidimensional wirken ließ, für großes Aufsehen. Bei der Portierung des Titels auf den GBA wurde die Optik größtenteils beibehalten, und natürlich sorgt diese heute zum Standard gehörende Technik nicht mehr wirklich für Aufsehen – zu den grafisch schöneren GBA-Titeln zählt das Spiel aber auch so noch.
Im Mittelpunkt des Spiels stehen natürlich der berühmte Affe Donkey Kong und sein kleinerer Freund Diddy, denen auf hinterhältige Art und Weise der gesamte Bananen-Vorrat stibitzt wurde. Sechs Welten mit zahlreichen Unter-Leveln müssen die beiden nun durchqueren, um die kostbaren Vorräte zurückzuholen. Das Leben schwer gemacht wird ihnen dabei unter anderem durch die zahlreichen Gegner, die entweder per Sprung auf den Kopf, Rolle vorwärts oder platzierten Wurf mit Gegenständen ausgeschaltet werden müssen. Zusätzlich müssen aber auch einige knifflige Geschicklichkeits-Passagen gemeistert werden, bei denen viel Feingefühl vonnöten ist.
Per Druck auf die Select-Taste kann jederzeit einfach zwischen Diddy und Donkey Kong gewechselt werden. Während Diddy kleiner, dünner und somit auch flinker und wendiger ist, kann Donkey mit seinem massiven Körperbau besser mit Angriffen der Gegner umgehen. Verliert man mit einem der beiden ein Leben, kann in der Rolle des anderen der Level trotzdem weitergespielt werden.
Zahlreiche Extras – unter anderem kann man auf dem Rhinozeros Rambi Platz nehmen und Gegner so ganz einfach überrennen – und versteckte Bonus-Level lockern die grafisch sehr unterschiedlich gestalteten Dschungel-Welten auf. Am Ende jedes Level wartet zudem ein Boss-Gegner, für den man meist eine recht ausgeklügelte Taktik benötigt. Wie schon beim SNES-Original ist der Schwierigkeitsgrad nicht gerade niedrig. Die Möglichkeit, zwischen den Leveln zu speichern, und die Tatsache, dass kaum unfaire Stellen im Spiel enthalten sind, machen den Titel aber auch für Einsteiger noch interessant.
Neu in der GBA-Version sind neben einigen optischen Ergänzungen unter anderem zwei Mini-Spiele, in denen man sein Geschick als Angler und Tänzer beweisen kann, sowie eine Bildergalerie, in der man mit fortschreitendem Erfolg im Spiel immer mehr Schnappschüsse freischaltet. In speziellen Statistiken kann man zudem nachlesen, wie erfolgreich man bei der Bewältigung der Aufgaben gewesen ist.
Fazit: Auch wenn "Donkey Kong Country" für den GBA grafisch nicht mehr derart Maßstäbe-setzend ist wie das Original auf dem SNES, kann der Titel immer noch durch ausgeklügeltes Level-Design und abwechslungsreiches Gameplay überzeugen. Das Spiel reiht sich damit mit Titeln wie Yoshi's Island oder Super Mario Advance in die Riege hochklassiger Plattform-Spiele für Nintendos tragbare Konsole ein.