Reiser4: Neues Linux-Dateisystem verspricht mehr Performance
So unterstützt Reiser4 atomare Transaktionen, wie dies von Datenbanksystemen bekannt ist. Damit wird sichergestellt, dass zusammenhängende Transaktionen entweder komplett oder gar nicht abgeschlossen werden. Für mehr Geschwindigkeit sorgt aber auch eine neue Journaling-Technologie genannt "Wandering Logs", die zugleich jeden Schreibzugriff zu einer atomaren Transaktion macht. Ein sehr feines Locking soll zudem eine hohe Skalierbarkeit in SMP-Systemen gewährleisten.
So genannte "Balanced Trees" sollen es ermöglichen, kleine Dateien mit nur wenigen Byte zu speichern, ohne dabei einen kompletten Block zu belegen und zu große Performance-Verluste zu erleiden. Dies werde durch neue, schnellere Algorithmen möglich, die auch das Dateisystem insgesamt beschleunigen.
Darüber hinaus soll sich Reiser4 einfach durch Plug-Ins erweitern lassen, um so beispielsweise neue Sicherheitsfunktionen hinzuzufügen. Darüber stehen dann beispielsweise Funktionen wie ACL (Access Control Lists) und individuell verschlüsselte Dateien zur Verfügung.
Das primär von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des US-Verteidigungsministeriums finanzierte Projekt könnte, so Reiser, möglicherweise noch den Sprung in den kommenden Linux-Kernel 2.6 schaffen.



