Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Spieletest: Tour de France - Centenary Edition

Rad-Rennspiel für PlayStation 2. Die diesjährige Tour de France nähert sich langsam ihrem Ende, dank Konamis Rennspiel "Tour de France – Centenary Edition" kann man aber zumindest als PlayStation-2-Besitzer den Ausgang der Tour weiterhin spannend halten.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die Zahl an Radrennspielen ist bisher eher begrenzt, den meisten bisher erhältlichen Titeln mangelte es zudem an einer überzeugenden Umsetzung des Pedalsports auf das Gamepad. In dieser Hinsicht kann "Tour de France – Centenary Edition" größtenteils überzeugen: Durch Gedrückthalten der X-Taste beschleunigt man, bei steilen Anstiegen kann man durch rhythmisches Drücken der Taste zudem in den Wiegetritt übergehen und so zusätzliche Kräfte freisetzen. Allerdings sind der Beschleunigung natürlich physische Grenzen gesetzt: Anhand eines Balkens erkennt man, wie gut die Ausdauer des Fahrers noch ist. Nähert sie sich dem kritischen Bereich, empfiehlt es sich, etwas langsamer in die Pedale zu treten oder aber zur Wasserflasche zu greifen.

Die Lenkung ist recht gewöhnungsbedürftig: Zwar lässt sich das Fahrrad mit dem Analog-Stick recht einfach bewegen, erreicht man sehr hohe Geschwindigkeiten, gibt sich der Drahtesel aber auch schon mal recht störrisch – bei zu waghalsigem Fahren sind Stürze somit fast vorprogrammiert. Witzigerweise wird der Windschatten anderer Fahrer optisch angezeigt, so dass er sich leichter für das eigene Rennen nutzen lässt.

Zu Beginn kann man zwischen dem Arcade-, Time-Trial- und dem Zwei-Spieler-Kopf-an-Kopf-Modus wählen oder sich für den Karriere-Modus entscheiden. In Letzterem übernimmt man die Rolle eines jungen Radrenn-Profis, der sich von Sieg zu Sieg kämpfen muss, um Preisgelder zu erringen, mit denen sich dann zum Beispiel die Trainingsmöglichkeiten verbessern lassen.

Konami hat für das Spiel eine Reihe bekannter Teams und Fahrer lizenziert, so dass man unter anderem auf Roberto Heras, Tyler Hamilton, Christophe Moreau, Stefano Garzelli, Joseba Beloki und Michele Bartoli trifft. Auch die Strecken wurden der Original-Tour nachempfunden und führen durch Paris, Lyon, Narbonne, St. Girons oder Dax.

Trotz Original-Daten ist die Präsentation des Spiels aber leider sehr enttäuschend: Schwache Animationen, verwaschene und undetaillierte Texturen und ein eher bescheidenes Geschwindigkeitsgefühl sorgen dafür, dass man fast glaubt, hier einen PSOne-Titel vor sich zu haben – die Hardware der PlayStation 2 wird jedenfalls nicht mal ansatzweise ausgenutzt.

Fazit:
Schade: Aus Tour de France – Centenary Edition hätte ein richtig gutes Rennspiel werden können, die Schwächen bei der Grafik und die teilweise ungenaue Steuerung drücken aber stark auf die Spielspaß-Bremse. Absolute Radsport-Fans dürfen eine Proberunde drehen, ansonsten kann man für das Spiel aber leider kaum eine Empfehlung aussprechen – da hilft auch der recht günstige Preis von 30,- Euro nicht weiter.


Relevante Themen