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Internetnutzung: Nach Boom nun langsamerer Anstieg erwartet

Komplexität der Technik und Kosten halten immer noch viele ab

Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland hat in den letzten acht Jahren einen rasanten Anstieg erlebt. Während es im Frühjahr 1995 in Deutschland gerade einmal 250.000 Internetnutzer gab, waren es im Mai 2003 bereits knapp 39 Millionen. Dies bedeutet, dass aktuell etwa 47 Prozent der gesamten Bevölkerung in Deutschland online sind, so der aktuelle Wochenbericht 30/2003 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V.

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Das Internet hat sich auch in den Unternehmen fest etabliert. Im April 2002 nutzten bereits 62 Prozent der Firmen in Deutschland das Internet, mit weiterhin steigender Tendenz. Die Bedeutung des Internets als Wirtschaftsfaktor wird weiter zunehmen, da dieses Medium auch künftig immer stärker genutzt werden wird. Voraussichtlich wird die Zahl der Internetnutzer in Deutschland bis zum Jahre 2007 auf etwa 48 Millionen steigen, so das DIW aus Berlin.

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Im Jahre 1999 gab es in Deutschland bereits mehr als 10 Millionen Internetnutzer. Es begann die Phase eines äußerst dynamischen Wachstums, getragen von einer allgemeinen Interneteuphorie, die Ende 2000 im Platzen der "Blase" und dem Kursabsturz vieler Hightech-Aktien am Neuen Markt endete. Trotz des jähen Endes der Euphorie hatte das Internet in dieser kurzen Zeit den Sprung zum Massenmedium geschafft. Ende 2000 waren bereits mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland online. Der Nutzerkreis umfasste mittlerweile viele Teile der Gesellschaft, obwohl der Durchschnittsnutzer immer noch ähnlich "strukturiert" war wie in der ersten Phase (männlich, Ende zwanzig, überdurchschnittlich gut ausgebildet).

Das rapide Wachstum der Zahl der Internetnutzer setzte sich bis zum Frühjahr 2002 fort. Danach verlangsamten sich die Zuwächse deutlich. Das Erschließen der "Zauderer" wird nicht mehr in so hohem Tempo erfolgen wie bisher. Knapp die Hälfte der derzeitigen "Offliner" ist älter als 60 Jahre. Sie sind mehrheitlich weiblich (Anteil der Frauen 2002: 60 Prozent) und - einhergehend mit dem höheren Alter - nicht (mehr) berufstätig.

Für die "Zauderer" gibt es verschiedene Gründe, die einer Nutzung des Internets entgegenstehen. Für die jüngeren Offliner sind die Kosten für Computer und Internetzugang ausschlaggebend, so die Erkenntnis der Studienautoren. Auch sind die Komplexität der Technik und die daraus resultierenden Anforderungen an den Nutzer eine erhebliche Hemmschwelle. Die Nützlichkeit des Internets hat sich für die verbleibenden Offliner noch nicht vollständig erschlossen. Sie fühlen sich meist durch die tradierten Medien und Kommunikationsformen gut bedient. Und schließlich gibt es eine Teilgruppe der Offliner, die grundsätzlich Bedenken und Ressentiments gegenüber dem Internet haben und undifferenziert alles ablehnen, was mit Computern zu tun hat.

Gute Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind immer wichtiger bei der Arbeitsplatzsuche, denn Arbeitgeber setzen zunehmend Computer- und Internetkompetenz bei ihren Mitarbeitern voraus, so die Studie. Insbesondere Firmen, die in größerem Ausmaß in Informationstechnologien, damit einhergehende Umgestaltungen der Arbeitsplätze und in neue Produkte und Dienstleistungen investiert haben, zeigen eine verstärkte Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitnehmern mit hoher IT-Kompetenz. Eine intensive Nutzung des Internets im privaten Bereich kann also positiv auf die Chancen im Berufsleben wirken. Darüber hinaus hat das Internet auch Relevanz als Informationsbörse bei der Stellensuche: Im Jahre 2000 fanden bereits 2 Prozent der Arbeitsuchenden einen neuen Arbeitgeber über das Internet, so das DIW.

Die ökonomische Bedeutung des Internets ist jedoch nicht auf die Anwendung in den Unternehmen beschränkt. Vielmehr gibt es auch eine enge Wechselwirkung zwischen der Internetnutzung in der Wirtschaft und der Nutzung des Internets in privaten Haushalten. Viele Internetnutzer kamen durch ihren Beruf oder ihre Ausbildung mit Computern und dem Internet in Kontakt. Dieser beruflich motivierte Erstkontakt führte nachfolgend zu einer steigenden Nachfrage im privaten Sektor: Im Jahre 1997 hatten 59 Prozent der Internetanwender ausschließlich am Arbeitsplatz die Möglichkeit, auf das Internet zuzugreifen. Lediglich 27 Prozent nutzten das Internet nur zu Hause und weitere 14 Prozent sowohl beruflich als auch zu Hause. Seitdem hat sich dieses Verhältnis umgekehrt. Mittlerweile nutzen 50 Prozent das Internet nur zu Hause, 34 Prozent zusätzlich bei der Arbeit und nur noch 16 Prozent ausschließlich an ihrem Arbeits- oder Ausbildungsplatz.

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