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Test: Game Boy Player - Game-Boy-Spiele am Fernseher

Neues Zubehör für Nintendos Spielekonsole. Über 1.300 Spiele sind im Verlauf der letzten Jahre für den Game Boy und seine Nachfolger Game Boy Color und Game Boy Adcance erschienen. Mit dem neuen Game Boy Player für Nintendos GameCube lassen sich all diese Titel nun auch auf dem großen Fernsehbildschirm erleben.
/ Thorsten Wiesner
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Der Anschluss des Game Boy Players ist denkbar einfach: Man entfernt die Abdeckung des High-Speed-Anschlusses an der Unterseite des GameCube und setzt die Konsole dann einfach auf den Adapter. Da der Game Boy Player hinsichtlich Breite und Tiefe über dieselben Maße verfügt wie der GameCube fällt die neue Hardware äußerlich kaum auf, der GameCube ist so nur ein paar Zentimer höher und verfügt nun vorn über einen neuen Slot, in den sich Game-Boy-Module einstecken lassen.

Zum Benutzen des Game-Boy-Adapters muss ein Modul eingesteckt sowie gleichzeitig die dem Adapter beiliegende Mini-DVD in den GameCube eingelegt werden. Danach lassen sich die Spiele praktisch wie auf der Handheld-Konsole spielen – mit dem Unterschied, dass die Grafiken nun nicht mehr auf einem kleinen Display, sondern dem TV-Gerät angezeigt werden. Die Grafikqualität ist dabei äußerst gut und gibt keinen Grund zur Klage, mit verwaschenen oder flimmernden Bildern muss man keineswegs vorlieb nehmen.

Die Steuerung erfolgt entweder über das GameCube-Pad oder über den Game Boy Advance, der sich mit Hilfe eines Link-Kabels an einen der Controller-Ports des GameCube anschließen lässt. In beiden Fällen ist die Bedienung problemlos und sehr intuitiv, auch mit dem GameCube-Pad ließen sich alle von Golem.de getesteten Spiele problemlos ausprobieren. Nichtsdestotrotz lässt sich die Button-Belegung manuell verändern, wer mit den Grundeinstellungen also nicht zurechtkommen sollte, kann die Knöpfe recht einfach neu belegen.

Per Knopfdruck wechselt man von den Spielen in ein Menü, in dem verschiedene Einstellungen vorgenommen werden können. Unter anderem darf man zwischen verschiedenen Rahmen wählen, die den Spielbildschirm auf dem TV-Gerät umgeben – der Spielbildschirm füllt nicht den gesamten TV-Screen aus, sondern lässt noch ein wenig Platz drumherum. Mit Hilfe von zwei Zoom-Stufen kann man ihn allerdings zusätzlich vergrößern, so dass kaum noch Platz für den Rahmen bleibt. Besorgte Eltern werden sich wahrscheinlich über den eingebauten Timer freuen – hier lässt sich einstellen, wie lange bestimmte Titel gespielt werden dürfen.

Zum Wechseln von Spielmodulen muss im Menü der Punkt "Spielmodul wechseln" ausgewählt werden, danach kann man mit Hilfe eines an der Seite angebrachten Hebels das alte Modul aus dem Spielschacht befördern und durch eine neues ersetzen – ein Ausschalten der Konsole ist also nicht notwendig.

Der Game Boy Player ist im Handel zum Preis von knapp 60 Euro erhältlich. Zudem gibt es ein Bundle von GameCube und Game Boy Player, das 200,- Euro kostet.

Fazit:
Wer sowohl über einen GameCube als auch über einen Game Boy oder GBA verfügt kann sich freuen – mit dem neuen Zubehör bekommen auch ältere Game-Boy-Spiele wieder einen hohen Wiederspielwert, da das Spielerlebnis am Fernseher doch ein ganz anderes ist als auf dem kleinen Spielkonsolenbildschirm. Dank einfacher Installation, Kompatibilität mit praktisch allen erhältlichen Game-Boy-Spielen und gut gelöster Bedienbarkeit gibt es an dem neuen Zubehör praktisch nichts auszusetzen.


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