Elmeg-Gruppe meldet Insolvenz an
Zwar habe man sich mit der eigenen Marke erfolgreich im deutschen und europäischen Fachhandelsmarkt etablieren und in diesen Vertriebskanälen auch Marktanteile weiter festigen und ausbauen können, doch dies hätte nicht den Rückgang im wichtigsten Hauptgeschäft mit der Deutschen Telekom und damit einhergehende Verluste durch die anderen Vertriebsbereiche kompensieren können.
Bis zuletzt habe man mit Umstrukturierungen, Kostenreduzierungen und Personalabbau an einem Sanierungskonzept von Elmeg gearbeitet. Nachdem die Commerzbank bereits 2002 ihre Unterstützung einstellte, folgten nun die Hamburger Hausbank von Elmeg, die HSH Nordbank und eine Investoren-Gruppe aus London, da der Telekommunikations-Markt als gefährdet eingestuft wurde.
Zumindest Elmeg-Geschäftsführer Wolfgang Harderich sieht eine hervorragende Ausgangsposition für neue Investoren, um in eine neu gestaltete kostenoptimierte Nachfolgegesellschaft mit "hervorragendem Produktportfolio und guten Wachstumschancen" zu investieren. Erste Verhandlungen mit Investoren-Gruppen sollen bereits stattfinden. Leistungsunterbrechungen will Elmeg möglichst vermeiden, die Kerngeschäfte sollen über ein Start-up-Unternehmen am Standort Peine kurzfristig gesichert werden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Peiner Rechtsanwalt Ulrich Kreissel bestellt.



