SCO will Linux-Nutzern "helfen"
SCO: Auf 2,4 Millionen Linux-Servern läuft unsere Software
SCO hat jetzt, wie erwartet, ein Lizenzprogramm für Linux-Nutzer angekündigt. Diese sollen sich mit der Zahlung von Lizenzgebühren an SCO von deren rechtlichen Ansprüchen freikaufen können.
SCO will eine binäre Run-Time-Lizenz für die kommerzielle Nutzung von Produkten auf Basis des Linux-Kernels ab der Version 2.4.x anbieten. Wer die Lizenzgebühren bezahlt, soll Linux nutzen können und dabei keine Durchsetzung von weiteren Ansprüchen seitens SCO zu befürchten haben.
Mit Beginn dieser Woche will SCO beginnen, an Firmen in Bezug auf deren Benutzung von Linux heranzutreten, um ihnen entsprechende UnixWare-Lizenzen anzubieten. Dabei werde man alle Mittel ausschöpfen, um den SourceCode des Unternehmens und seine Urheberrechte zu schützen, so SCO.
"Seit 2001 haben kommerzielle Linux-Kunden eine Software gekauft und erhalten, die fälschlicherweise Unix-Software enthält, die SCO gehört", so Chris Sontag, Senior Vice Präsident und General Manager von SCOsource, SCO-Abteilung zur Durchsetzung des eigenen geistigen Eigentums. "Während die Nutzung von Raubkopien eine Verletzung des Urheberrechts darstellt, wollen wir Linux-Kunden helfen, indem wir eine Option anbieten, die ihre IT-Infrastrukturen nicht zerstört. Wir geben ihnen die Wahlmöglichkeit, um Linux in legaler und vollständig bezahlter Art und Weise zu nutzen."
Laut SCO sind Hunderte von Dateien mit Unix-Quelltexten in verschiedene Bereiche von Linux eingeflossen, einschließlich der Multiprozessorunterstützung. Insbesondere die Skalierbarkeit von Linux 2.4.x und 2.5.x, mit der sich Linux auf bis zu 64 Prozessoren nutzen lässt, sei nur durch die Nutzung der Symmetrical-Multi-Processing-Fähigkeiten (SMP) aus dem UNIX System V und verwandter Arbeiten sowie dem Bruch von Verträgen und der Verletzung von SCO-Urheberrechten möglich gewesen.
"Für mehrere Monate hat sich SCO in erster Linie auf den Vertragsbruch durch IBM und die missbräuchliche Verwendung von Unix-Quellcode konzentriert", so Darl McBride, Präsident und CEO der SCO Group. "Heute zeigen wir auf, dass das Verhalten von IBM und anderen dazu geführt hat, dass Kunden heute ein verdorbenes Produkt auf Kosten von SCO nutzen. Mit mehr als 2,4 Millionen Linux-Servern, auf denen unsere Software läuft, und tausenden weiteren, die täglich Linux einsetzen, erwarten wir, dass SCO jetzt für seine Leistungen, die zehntausende Kunden genutzt haben, bezahlt wird."
McBride bezeichnet das geplante Lizenzprogramm als fairen und ausgewogenen Ausgleich, ohne dabei aber Zahlen und Preise zu nennen. Diese will man in den kommenden Wochen gegenüber "Kunden" und Wiederverkäufern bekannt geben.
Um seine Ansprüche zu unterstreichen, hat SCO zudem seine Urheberrechte an Unix bei US-Copyright-Office registriert.
Dennoch bleiben weiterhin Zweifel in Bezug auf die von SCO erhobenen Ansprüche. Zum einen hat SCO bis heute die beanstandeten Teile nicht öffentlich vorgelegt, zum anderen hat SCO Linux selbst vertrieben und wäre damit an die GPL gebunden, womit die entsprechenden Code-Passagen ebenfalls unter der GPL stehen müssten, so sie denn unberechtigt in Linux integriert wurden.
Aber auch das jetzt angekündigte Lizenzprogramm wirkt problematisch, verbietet die GPL doch eine Lizenzierung von Software in rein binärer Form, was in jedem Fall auf die Teile von Linux zutrifft, die nicht von SCO stammen. Es ist also unklar, wie SCO eine entsprechende Lizenz für Linux anbieten kann, ohne gegen die GPL zu verstoßen, unter der der Linux-Kernel steht.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed






Das kann ich leider nicht genau beantworten. Ich vermute das das niemand so genau kann...
Ruhig Blut ... es ist nicht Wahr. Der Beweis ist die Existenz des GNU-Systems. Es...
Ja, aber was wäre jetzt wenn eine Firma tatsächlich ihren Code darin eindeckt (ich sprech...
Sprichst du von einem GNU/Linux System ? Dann ist es sehr unwahrscheinlich das du für...