Spezial: Die Zukunft des Online-Rollenspiels - Teil 1
Entwickler von Rekonstruction im Interview
Online-Rollenspiele gibt es zwar nicht unbedingt wie Sand am Meer, laut MMORPG.com hat man aber schon jetzt über 50 verschiedene Titel zur Auswahl, und etwa ebenso viele werden derzeit programmiert. Die Entwickler der noch nicht veröffentlichten Online-Rollenspiele "Dragon Empires" (Codemasters), "Ryzom" (Nevrax) und "Rekonstruction" (Damage Studios) haben Golem.de erklärt, wie man Spieler trotz starker Konkurrenz auch dauerhaft für sich gewinnen will, wie große Spielermengen verwaltet und wie sich die monatlichen Abogebühren entwickeln werden.
Dieser erste Teil des Spezials widmet sich dem Spiel "Rekonstruction" vom erst Ende 2002 gegründeten Spieleentwickler Damage Studios. Im postapokalyptischen, futuristischen Rekonstruction obliegt es den Spielern, die 2202 beinahe durch einen Asteroiden zerstörte Erde im Jahr 2400 wieder neu zu besiedeln und physisch, ökonomisch und politisch wieder aufzubauen. Im Wettstreit befinden sich dabei drei Menschengruppen: die auf Landwirtschaft konzentrierten Oberflächenbewohner ("Remnants"), die in unterirdische Kavernen geflüchteten und auf Quantentechnologie spezialisierten Menschen ("Vault Consortium Assemblage", kurz VCA) sowie die zwischen den oberirdischen Remnants- und unterirdischen VCA-Städten auf die Jagd nach mutierten Tieren gehenden "Soldati".

Konzept-Bild: Remnants - Oberflächenbewohner
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Technisch soll Rekonstruction die Spieler in einer zwar auf mehrere Server verteilten, aber dennoch konsistenten, einzelnen und dynamischen Welt unterbringen. Das Online-Rollenspiel wird laut den Entwicklern in späteren Ausbaustufen bis zu 1 Million Spieler beherbergen können. Wie auch in anderen, bereits erhältlichen Spielen soll ein Gildensystem die Zusammenarbeit von Spielern, aber auch die Konkurrenz zwischen Spielern vorantreiben sowie eine spannende Hintergrundgeschichte in einer vom Spieler stärker beeinflussbaren Welt geboten werden. Reale Wetterstatistiken werden die mit echten Landschaftsdaten und Modellen von Stadtzentren und Sehenswürdigkeiten versehene, dynamische 3D-Welt von Rekonstruction glaubwürdiger machen, heißt es vielversprechend.
Chris DiBona, einer der drei Gründer von Damage Studios und ehemaliger leitender Angestellter bei VA Software (Linux.com, Andover.net, Slashdot.org) und Ex-Redakteur bei Slashdot.org, erklärte Golem.de im Interview, wie man das Versprochene umsetzen will. Mehr dazu auf der nächsten Seite...
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