Spieletest: F1 Career Challenge - Karriere in der Formel-1
Spiel für Xbox, Gamecube und PS2. Anstelle sich auf eine Saison beschränken zu müssen, kann man in F1 Career Challenge, dem neuen Rennspiel von Electronic Arts, gleich in vier aufeinander folgenden Jahren sein Geschick als Formel-1-Pilot beweisen. Dabei beginnt man als ahnungsloser Nachwuchspilot und hat das Ziel, am Ende der vier Jahre für ein renommiertes Team um die Weltmeisterschaft zu fahren.
Electronic Arts hat sich zwar die offizielle Lizenz gesichert, allerdings nur für die Jahre 1999 bis 2002 – die aktuellen Saisondaten sind also nicht ins Spiel integriert. Dafür trifft man in den Rennen alte Bekannte, die den Rennspielzirkus in diesen Jahren geprägt haben, mittlerweile aber zum Teil gar nicht mehr als Fahrer aktiv sind.
Neben den ebenfalls vorhandenen Modi wie "Schnelles Rennen" und "Multiplayer" (für bis zu vier Spieler) stellt der Karrieremodus das Herzstück von F1 Career Challenge dar. Zunächst erstellt man ein eigenes Profil, danach muss das Tutorial absolviert werden, in dem man mit der grundlegenden Steuerung vertraut gemacht wird. Anschließend darf man sich als Pilot bei den Formel-1-Teams bewerben.
Da man zunächst natürlich noch keine Erfolge vorzuweisen hat, bleibt einem erstmal nichts anderes übrig, als bei einem kleinen, unbekannteren Rennstall zu unterschreiben und das Feld von hinten aufzurollen. Für gute Rennleistungen wird man dann mit Punkten belohnt, die sich wiederum in bessere Autos investieren lassen. Hält der Erfolg an, bekommt man nach einiger Zeit Angebote von den großen Namen des Rennzirkus und kann fortan um die Meisterschaft mitfahren.
Abgesehen vom fahrerischen Können hat man nur begrenzt die Möglichkeit, die Karriere des virtuellen Alter Ego voranzubringen – einen Management-Teil gibt es nicht und die Tuning-Möglichkeiten am Auto sind auf einige wenige Punkte beschränkt. Schade ist auch, dass die Steuerung ein wenig zu empfindlich reagiert und man oftmals hektisch und dennoch mit möglichst viel Feingefühl den Kurs korrigieren muss, um mit dem Gefährt auf der Strecke zu bleiben. Zu allem Überfluss nervt öfter auch die schwache Gegner-KI: So kommt es etwa nicht selten vor, dass die Konkurrenten einen völlig unnötigen Unfall verursachen.
Auch optisch ist F1 Career Challenge nicht unbedingt eine Augenweide – grobe Texturen und stellenweise störendes Flimmern (vor allem bei der PlayStation 2) verleiden einem den Rennspaß zusätzlich. Dafür sind Motoren- und Zuschauer-Geräusche äußerst realistisch gelungen, und der ständige Kontakt zur eigenen Box per Funk ist ebenfalls gelungen umgesetzt.
F1 Career Challenge ist für die PlayStation 2, die Xbox und den Gamecube im Handel erhältlich. Die Versionen sind praktisch identisch, allerdings hat die Xbox-Version leichte grafische Vorteile. Die hier gezeigten Screenshots stammen von der Xbox.
Fazit: Gute Idee, stellenweise schlampige Umsetzung: F1 Career Challenge hätte neue Maßstäbe in Sachen Formel-1-Simulation setzen können, auf Grund schwacher Grafik, hakeliger Steuerung und unbefriedigender Gegner-KI gelingt es dem Titel allerdings nicht, wirklich zu überzeugen.