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Spieletest: Midtown Madness 3 - Unterhaltsamer Fun-Racer

Spiel zunächst nur für Xbox erhältlich. Bereits zwei Mal konnten PC-Spieler in Midtown Madness mit haarsträubenden Fahrmanövern in diversen Städten für Aufruhr sorgen. Teil drei des witzigen Fun-Racers ist allerdings zunächst Xbox-Besitzern vorbehalten – PC-Spieler schauen in die Röhre, da Microsoft weiterhin exklusive Spiele als Verkaufsargumente für die hauseigene Konsole benötigt.
/ Thorsten Wiesner
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Das Grundprinzip hat sich im Vergleich zum Midtown Madness 2 kaum geändert: In diversen Fahrzeugen rast man über verschiedene Kurse und versucht entweder, neue Bestzeiten aufzustellen oder aber im Karriere-Modus unterschiedliche Aufgaben zu lösen und so neue Strecken und Autos freizuschalten. Das Spektrum ist dabei recht weit gefächert, mal muss eine Pizza ausgeliefert werden, ein anderes Mal ist man als Geheimagent oder Taxifahrer unterwegs.

Natürlich stellt man sich den Aufgaben auch mit jeweils passendem fahrbarem Untersatz: Unter den 30 Fahrzeugen finden sich neben lizenzierten Modellen wie dem Mini Cooper oder dem Lotus Esprit Turbo auch ausgefallenere Modelle wie ein Müllauto oder ein Bus. Die Steuerung ist recht simpel und unterstreicht den Arcade-Charakter des Spiels.

Zwar befährt man im Laufe des Spiels eine ganze Fülle von Strecken, die sind aber allesamt in nur zwei Städten untergebracht – mehr als Washington und Paris bekommt man nicht zu sehen. Dafür wurden die Schauplätze aber recht originalgetreu eingefangen, so dass man unter anderem am Eiffelturm und anderen Sehenswürdigkeiten vorbeirast.

Natürlich muss man sich nicht an die vorgegebenen Kurse halten, zahlreiche Abkürzungen ermöglichen ein deutlich schnelleres Durchqueren der Stadt. Allerdings macht dies das Programm nicht unbedingt einfacher – wer in den späteren Level die Städte nicht wirklich gut kennt, hat wenig Chancen, gegen die Computergegner zu bestehen. Zu häufiges Verletzen der Straßenverkehrsordnung sorgt zudem dafür, dass nicht nur unzählige Fußgänger verängstigt zur Seite springen, sondern auch die Polizei bald Jagd auf den Spieler macht.

Neben den diversen Einzelspieler-Modi bietet Midtown Madness 3 auch einige Optionen für Multiplayer. So kann man gegeneinander an einer Konsole per Splitscreen antreten oder aber an Turnieren via Xbox-Live teilnehmen. Die Grafik ist dabei immer angenehm schnell, aber nicht übermäßig detailliert – andere Rennspiele wie etwa Racing Evoluzione nutzen die technischen Möglichkeiten der Xbox da deutlich besser.

Fazit:
PC-Rennfahrer müssen nicht trauern, dass Midtown Madness 3 zunächst der Xbox vorbehalten bleibt – das Spiel gehört zwar zu den spaßigeren Fun-Racern, ist aber sicherlich nicht so gut, dass sich allein wegen dieses Spiels die Anschaffung einer neuen Spielkonsole lohnt. Vor allem die Tatsache, dass nur zwei Städte ins Spiel integriert wurden und die eher mittelmäßige Grafik lassen die ansonsten oft sehr witzigen Missionen nach einiger Zeit ein wenig eintönig werden.


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