Kurioser Rechtsstreit ums "T": Telekom vs. Team-Konzept

Gericht verneint Verwechslungsgefahr der Marken

Das Landgericht Köln hat in der Verhandlung um den so genannten "T-Streit" erste wichtige Entscheidungen gefällt. Der Antrag der Deutschen Telekom auf Verwechslungsfähigkeit ihrer eingetragenen Marken mit der von Team-Konzept wurde zwar als nicht ausreichend beurteilt. Dennoch will das Gericht den Prozess fortführen und nun letzlich über eine repräsentative Bevölkerungsbefragung über die Frage entscheiden: "Wem gehört das T?".

Artikel veröffentlicht am ,

Team-Konzept Logo
Team-Konzept Logo
Hintergrund des Streits ist eine Unterlassungsklage gegen die Neue-Medien-Agentur Team-Konzept wegen der potenziellen Verwechslungsmöglichkeit mit den Telekom-Produkten. Kurios: Team-Konzept verwendet als Logo ein großes T in einem roten Farbblock.

Inhalt:
  1. Kurioser Rechtsstreit ums "T": Telekom vs. Team-Konzept
  2. Kurioser Rechtsstreit ums "T": Telekom vs. Team-Konzept

Zu Beginn des Prozesses schienen die Telekom-Anwälte nicht gut vorbereitet und die Inhalte ihrer Akten und der Klageschrift selbst ihnen nicht ganz klar zu sein, kommentiert der Beklagte die gegnerischen Rechtsbeistände. So stellte das Gericht eine allgemeine Verwirrung fest, was die Deutsche Telekom denn genau wolle und forderte Klärung. Den daraufhin gestellten Antrag, die Verwechslungsgefahr der registrierten Marken festzustellen, beurteilte das Gericht negativ, da keine Verwechslungsfähigkeit zwischen den Wort- und Bildmarken bestünde.

Damit wäre zwar eine Abweisung der Klage und eine Beendigung des Prozesses schon frühzeitig möglich gewesen. Nur auf Grund eines Hinweises des Gerichts an die Deutsche Telekom wurde deutlich, dass diese nur Erfolg haben könne, wenn sie Beweise vorläge, dass der Buchstabe "T" alleine schon von der Bevölkerung als Hinweis auf die Telekom verstanden werde. Einen entsprechenden Beweisantrag hatte die Telekom bislang nicht gestellt. Dies holte sie anschließend nach.

Dies wiederum führt aber dazu, dass ein unabhängiges Gutachten einzuholen ist, dessen Kosten das Gericht selbst auf mindestens 30.000 Euro eingeschätzt hat. Zwar muss die Telekom vorfinanzieren, am Ende zahlt aber der Verlierer. Die von der Deutschen Telekom vorgelegten Gutachten erachtete das Gericht auf Grund offenbar beeinflussender Fragestellungen als nicht ausreichend an.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Kurioser Rechtsstreit ums "T": Telekom vs. Team-Konzept 
  1. 1
  2. 2
  3.  


udos 30. Jul 2003

Am 5.8. findet in Berlin eine Soli-Party zur Finanzierung des Rechtsstreits statt. mehr...

Zuhörer 17. Jul 2003

Hi Leute, ihr wisst wohl nicht, wofür das "T" bei der Telekom steht?! Der wagrechte...

Stereoide 17. Jul 2003

Da stimme ich dir wohl zu, aber da ist ja auch die mittlerweile aus z.B. "T-Systems...

Virint 17. Jul 2003

T-Bone-Steak T-Stück T-Rex T-Lymphozyten T-Optik T-Tauri-Sterne T-Träger ...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. LTE: Kaum weniger Funklöcher in Deutschland
    LTE
    Kaum weniger Funklöcher in Deutschland

    Während bei 5G viel ausgebaut wurde, haben die Netzbetreiber zu wenig LTE-Funklöcher geschlossen. Das ergab zumindest eine Auswertung von Verivox.

  2. AVM: Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht zum Einsatz
    AVM
    Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht "zum Einsatz"

    Huawei hat einen großen Patentpool zu Wi-Fi 6. Fritzbox-Hersteller AVM hat die Patente nach eigenen Angaben in seinen Wi-Fi-6-Routern nicht genutzt, will sie aber dennoch für ungültig erklären lassen.

  3. E-Corner: Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken
    E-Corner
    Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken

    Die Hyundai-Tochter Mobis präsentiert eine Technik, mit der sich die Autoräder seitlich drehen lassen, um das parallele Einparken zu erleichtern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /