BKA-Studie zum Account-Missbrauch im Internet
Entdeckungsrisiko hoch, Täter oft naive Jugendliche
Im Januar 2000 wurde eine Ermittlungskommission beim Polizeipräsidium Münster gebildet, die bundesweit ein Sammelverfahren gegen ca. 3.600 Tatverdächtige wegen Account-Missbrauchs im Internet bearbeiten sollte. Das BKA hat nun einen Erfahrungsbericht über die logistischen und kriminalistischen Herausforderungen in diesem Gebiet vorgelegt. Beim Account-Missbrauch werden mit fremden Zugangsdaten Internetverbindungen auf Kosten des Opfers aufgebaut.
Das Verfahren wurde von einem wissenschaftlichen Projekt begleitet, mit dem Tätertypologien in diesem kriminologisch noch weitgehend unerforschten Deliktsbereich herausgearbeitet werden sollten. Es konnten drei deutlich abgrenzbare Tätertypen identifiziert werden.
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Die Anzahl der weiblichen Tatverdächtigen war danach erheblich kleiner als die der männlichen Tatverdächtigen. Das Verhältnis liegt bei 15,7 : 1 bei immerhin 599 betrachteten Fällen. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Anzahl der Frauen mit Interessen im Computerbereich wesentlich geringer ist als die der Männer.
Diese 35 weiblichen Tatverdächtigen waren im Durchschnitt erheblich älter als die männlichen Tatverdächtigen. Waren die Männer im Mittel 22,2, so waren die Frauen bereits 34,7 Jahre alt. Die weiblichen Tatverdächtigen benutzten allerdings auch nur etwas mehr als die Hälfte der gehackten Accounts (hier durchschnittlich 6,8 für die weiblichen Tatverdächtigen) als die männlichen Tatverdächtigen (durchschnittlich 14,1). Die Motive der weiblichen Tatverdächtigen konzentrierten sich weitestgehend auf das "Ausprobieren" oder es wurden wirtschaftliche Gründe angegeben. Nur zwei Frauen (5 Prozent) wussten offenbar, dass sie eine strafbare Handlung begingen, bei den männlichen Tatverdächtigen waren es rund 32 Prozent.
Geschlechtsneutral gesehen waren die Täter ca. 23 Jahre alt. Die Altersgruppe der 16 bis 21-Jährigen war mit 65,8 Prozent am häufigsten vertreten. Auffallend ist nach den statistischen Auswertungen, dass insgesamt 72,2 Prozent der Tatverdächtigen während der Tatbegehung bei ihren Eltern lebten.
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Nur ca. 3.600? M.E. wird das zukünftig noch attraktiver, denn die RIAA hat angekündigt...
Sorry - zwei mal mein Fehler. :-/ Ich habe nicht vermutet, dass sich hinter einem so...
lies die Studie unter mann. lies erstmal überhaupt ... im Test steht Beim Account...
Was mich interessieren würde: - waren das Trittbrettfahrer, die veröffentlichte Accounts...