BKA-Studie zum Account-Missbrauch im Internet

Bei der Schadenshöhe hatten die älteren Tatverdächtigen einen durchschnittlich höheren Schaden angerichtet. Bei der Untersuchung der Motivation der Täter stammen in 301 Fällen, bei denen als ein Motiv wirtschaftliche Gründe angeführt wurden, 251 aus der Gruppe der Tatverdächtigen unter 22 Jahren, nur 50 aus der Gruppe der Tatverdächtigen von über 22 Jahren. Das Ausprobieren scheint bei jüngeren Tätern ebenfalls weiter verbreitet zu sein. Von 192 Tatverdächtigen, die diese Motivation angaben, waren 151 Tatverdächtige (79,7 Prozent) unter 22, 39 (20,3 Prozent) waren über 22 Jahre alt.

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Ein wesentliches Hauptmotiv waren "wirtschaftliche Gründe", was auch in den Kombinationen am häufigsten auftauchte. Demnach spielte "Bereicherung" die größte Rolle.

Der typische Täter ist demnach männlich, zwischen 16 und 21 Jahre alt, lebt noch bei seinen Eltern und gibt als Motiv eine Bereicherungsabsicht an oder will ausprobieren, ob es funktioniert. Auf Grund der Altersstruktur ist er eher Schüler oder Auszubildender. Er kommt mit dem Geld, das ihm zur Verfügung steht, eher mit Mühe oder nicht aus und hat eine mittlere bis gehobene Schulbildung (zwischen Real- und Oberschule). Seine Computerkenntnisse liegen im mittleren bis hohen Bereich und seine Computerkenntnisse hat er als Autodidakt erworben. Das Einzelgängerbild ist nicht, wie man vielleicht erwarten kann, zutreffend. Zwar beschäftigt sich der typische Täter oft in der Freizeit mit dem Computer, er trifft sich jedoch auch öfters in Cliquen oder beschäftigt sich oft mit Fernsehen, Videos und Musik. Er wurde schwerpunktmäßig über Chats oder alternativ durch Freunde oder Websites auf die Möglichkeit des Accountdiebstals aufmerksam. Die durchschnittlich verursachte Schadenshöhe liegt bei 388 Euro.

Der Bericht hebt hervor, dass es auf Täterseite eine unerwartet hohe Naivität hinsichtlich der Strafbarkeit und der Aufklärbarkeit der Handlungen gibt, auch bei denjenigen, die über gute Computerkenntnisse verfügen.

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Diese Naivität ließe sich durch Aufklärungskampagnen im Rahmen von Präventionsmaßnahmen in sicheres Wissen verwandeln, raten die Autoren des BKA-Berichts. So könne auch vermittelt werden, dass der Account-Klau mit einem hohen Entdeckungsrisiko verbunden ist. Als Medien dafür werden Chats und Hacker-Sites vorgeschlagen, durch die die Tatverdächtigen auch die notwendigen Informationen für die Tat bezogen hatten.

Dort würden die Tatverdächtigen ihre schlechten Erfahrungen ("ich bin erwischt worden") oft veröffentlichen. Dies führe dazu, dass potenzielle Täter abgeschreckt werden.

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 BKA-Studie zum Account-Missbrauch im Internet
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Schlaudenker 15. Jul 2003

Nur ca. 3.600? M.E. wird das zukünftig noch attraktiver, denn die RIAA hat angekündigt...

Whampa 15. Jul 2003

Sorry - zwei mal mein Fehler. :-/ Ich habe nicht vermutet, dass sich hinter einem so...

rf 15. Jul 2003

lies die Studie unter mann. lies erstmal überhaupt ... im Test steht Beim Account...

Whampa 15. Jul 2003

Was mich interessieren würde: - waren das Trittbrettfahrer, die veröffentlichte Accounts...

ercan 15. Jul 2003

Nunja, BKA hin BKA her. Der Verein war schon immer suspekt. Wofür gibts eigentlich in D...



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