Test: NEX ia - MP3-Player mit Radio, Aufnahme und CF-Slot

Lesen kann das Gerät Compact-Flash-Karten der Typen I und II sowie IBMs MicroDrive, so dass man die Speichergröße ganz nach eigenem Geschmack (und eigenem Geldbeutel) auswählen kann. Die externe Erweiterbarkeit ist allerdings auch für die nicht ganz geringen Ausmaße des Players verantwortlich – mit 80 x 65 x 22 Millimetern ist er doch ein ganzes Stück größer als etwa der Beatman Flash von Freecom. Ein Leichtgewicht ist er auch nicht gerade: Ohne Batterien wiegt der NEX ia bereits 80 Gramm, im Betrieb kommt noch das Gewicht von zwei AA-Zellen hinzu.
Unterstützt werden von Hause aus WMA und MP3; weitere Musikkompressions-Formate sollen dank Firmware-Update später ebenfalls wiedergegeben werden können. An einer Unterstützung für Ogg Vorbis wird derzeit gearbeitet – laut Frontier Labs soll das Update in Kürze verfügbar sein. Wie bei den meisten anderen Geräten in dieser Preisklasse stellen Kodierungsqualitäten bis 320 Kilobit pro Sekunde und variable Bitraten kein Problem für den Player dar.
Schaltet man den NEX ia ein, hat man zunächst die Wahl zwischen drei Optionen – per Knopfdruck entscheidet man sich entweder für die Musikwiedergabe, den Radio-Modus oder das Formatieren der Speicherkarte. Die Bedienung erfolgt recht simpel mit einem in der Mitte des Gerätes angebrachten Mini-Joystick, der sich sowohl von Links- als auch von Rechtshändern einfach bedienen lässt. Hinzu kommen ein Menü-Knopf, die Taste zum Ein- und Ausschalten bzw. Blockieren der Tasten und ein Aufnahme-Schalter.
Ein eingebautes Mikrofon ermöglicht die Aufzeichnung von Gesprächen. Zudem lässt sich Musik aus dem integrierten Radio mitschneiden, die Beiträge werden dann direkt in das MP3-Format gewandelt.
An den PC schließt man das Gerät per USB-Kabel an, auf Grund der Verwendung von Speicherkarten erkennt Windows den NEX ia dann als externen Datenträger. Dateien lassen sich einfach auf die Speicherkarte im Player, von der Speicherkarte auf den PC übertragen oder auch einfach löschen. Die maximale Übertragungsrate beträgt dabei 400 Kilobit pro Sekunde. Der USB-Port versorgt den NEX ia übrigens gleich mit Strom, so dass die Batterien während des Anschlusses an den PC geschont werden. Die Laufzeit der Batterien beträgt laut Frontier Labs etwa 13 Stunden bei Nutzung einer Compact-Flash-Karte und etwa 7 Stunden bei Nutzung eines 1-GByte-Microdrives.
Zum Lieferumfang des NEX ia gehören ein kleiner Kopfhörer mit Ohrclip, eine Kabelfernbedienung, eine gedruckte Bedienungsanleitung, ein USB-Kabel und eine Schutztasche. Als Systemvoraussetzungen gibt Frontier Labs Windows 98SE, ME, 2000 oder XP, 64 MByte RAM und 90 MByte verfügbaren Speicher auf der Festplatte an. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 159,- Euro, allerdings bieten diverse Händler das Gerät zum Teil deutlich billiger an. Wie bereits erwähnt, ist eine Speicherkarte im Preis allerdings nicht inbegriffen und muss zusätzlich erworben werden.
Fazit:
In puncto Design und Abmessungen begeistert der NEX ia sicherlich nur bedingt – das Gerät ist weder besonders schön noch äußerst handlich oder leicht. Dafür sind die "inneren Werte" wirklich überzeugend: Die Soundqualität ist sehr gut, der Funktionsumfang umfangreich und die Bedienung recht simpel. Der Nutzer kann selber entscheiden, welche Speicherkarte er sich zulegt und wie viel Kapazität für Musik er benötigt. Zudem ist der Player eines der wenigen Geräte, die demnächst wohl auch Ogg Vorbis unterstützen.