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MusicCAST: Yamaha präsentiert drahtloses Musikserver-System

Bis zu 1.000 Stunden Musik in acht Räumen gleichzeitig hören. Zur Internationalen Funkausstellung in Berlin will Yamaha mit MusicCAST einen drahtlosen interaktiven Musikserver vorstellen. Das Audio-Netzwerk-System soll Musiksammlungen in bis zu acht Räumen gleichzeitig zur Verfügung stellen und setzt dabei auf dem WLAN-Standard 802.11b auf. So soll MusicCAST ganze Häuser ohne das Verlegen von Kabeln mit Musik aus einer zentralen Quelle versorgen können.
/ Jens Ihlenfeld
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MusicCAST soll dabei Musik von verschiedensten Quellen über einen zentralen Audio-Server in mehreren Räumen gleichzeitig verfügbar machen. Der digitale Audio-Server MCX-1000 speichert auf der integrierten Festplatte alle Musikstücke, die im Haushalt vorhanden sind, auch die Aufzeichnung von Radiosendungen ist dabei möglich. Die Musik wird an bis zu sieben Clients über ein Netzwerk verteilt. Die Clients empfangen die Musik direkt vom Server, wobei jeder der Clients ein unterschiedliches Musikprogramm wiedergeben kann. Im Party-Mode hingegen geben alle Clients dieselbe Musik gleichzeitig wieder. So ermöglicht MusicCAST Musikgenuss an bis zu acht unterschiedlichen Orten (ein Server, sieben Clients).

Herzstück des MusicCAST-Konzepts ist der Digital Audio Server MCX-1000 mit einer leisen 80-GByte-Festplatte. Zur Speicherung liest das integrierte CD-RW-Laufwerk eine Audio-CD aus und legt die Inhalte entweder im MP3-Format oder als PCM-Stream auf der Festplatte ab. Die eingebaute CD-Erkennungs-Datenbank (CDDB, Gracenote) versieht automatisch alle gespeicherten Titel mit wichtigen Informationen wie Interpret, Album, Trackname, Spieldauer und Genre. Sollte eine zu kopierende CD nicht in der gespeicherten Datenbank erhalten sein, lässt sich diese über eine Internetverbindung online aktualisieren. Auch die Eingabe der Titelinformationen über eine handelsübliche PS/2-Tastatur ist möglich.

Audio-Kopierschutzmechanismen sollen für das System kein Problem darstellen, der integrierte CD-Rekorder des MusicCAST ist laut Yamaha mit allen bekannten Audio-Kopierschutzmechanismen kompatibel, so dass sich auch kopiergeschützte CDs problemlos auf dem Server abspeichern lassen sollen.

Zur Konfiguration des Servers und des Audio-Netzwerks befindet sich an der Rückseite eine Anschlussmöglichkeit für ein externes Display (Monitor, Fernseher etc.). Die Kommunikation mit den entfernten Clients geschieht über ein TCP/IP-Netzwerk, das sich sowohl kabellos (WLAN) als auch kabelgebunden realisieren lässt. So kann auch ein bereits bestehendes PC-Netzwerk zur Datenübertragung genutzt werden.

Insgesamt untersützt MusicCAST bis zu sieben Endgeräte, wobei sich fünf über WLAN und zwei weitere per CAT-5-Netzwerkkabel anbinden lassen. Alle Einstellungen sowie die Musikauswahl werden über ein hochauflösendes LCD-Grafikdisplay mittels eines Mini-Joysticks vorgenommen. Der Funktionsumfang umfasst Klang- und Lautstärkeeinstellungen, Titelwahl, Playlist-Editor sowie das Erstellen individuell zusammengestellter Audio-CDs über den im Server intergrierten CD-Rekorder, der auch die Yamaha-eigene Technologie Audio Master für eine verbesserte Klangqualität unterstützt.

Die Clients beinhalten außerdem eine digitale Endstufe (2 x 17 Watt), so dass sie sich mit herkömmlichen Boxen ohne zusätzlichen Verstärker betreiben lassen. Auch Anschlussmöglichkeiten für einen Subwoofer und ein externes Display sind vorhanden.

Passend zum Design der Clients bietet Yamaha auch ein spezielles Lautsprechersystem an. Die Boxen vom Typ MCX-SP10 lassen sich direkt an die Clients anschließen, aber auch eine Befestigung an der Wand ist möglich.

Das Yamaha-MusicCAST-System soll ab September im deutschen Handel erhältlich sein. Der Digital Audio Server MCX-1000 kostet 2.200,- Euro, der Preis für einen Client MCX-A10 liegt bei 699,- Euro, für das Lautsprechersystem MCX-SP10 bei 150,- Euro.


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